KTG Agrar
- Michael Schröder - Redakteur

Bauer sucht Rendite

Hier packt der Chef mit an. Diese Umweltaktie verfügt über reichlich Wachstumsfantasie.

Hier packt der Chef mit an. Diese Umweltaktie verfügt über reichlich Wachstumsfantasie.

KTG Agrar (WKN A0D N1J) baut mit Biogasanlagen ein lukratives drittes Standbein auf. Auch andere Fakten sprechen für die Agrar-Aktie.

"Vergessen Sie die Krise, bei uns geht es um Wachstum", lesen Interessenten im Online-Stellenmarkt bei KTG Agrar. Und in der Tat läuft es bei dem Landwirtschaftskonzern wie am Schnürchen. Neben dem ökologischen und konventionellen Marktfruchtbau macht vor allem der Bereich Biogas - das dritte Standbein des Konzerns - große Fortschritte.

Satte Marge

Jüngst hat KTG eine neue Biogasanlage eröffnet und damit seine Kapazität auf rund elf Megawatt ausgebaut. Eine weitere ist bereits in Planung. Der Expansionsdrang kommt nicht von ungefähr, schließlich werfen die Anlagen eine satte Rendite ab. "2010 und 2011 wird Biogas unser Wachstum antreiben", erklärt  KTG- Vorstandschef Siegfried Hofreiter gegenüber dem AKTIONÄR. "In dieser Zeit wollen wir unsere Produktionskapazität von acht Megawatt mindestens verdoppeln. Dann werden wir mehr als 20 Millionen Euro in diesem Segment umsetzen. Bei einer EBIT-Marge von mehr als 20 Prozent", so der Unternehmenslenker weiter.

Kosten definiert

KTG verwendet ausschließlich eigene Einsatzstoffe wie Maissilage und Reststoffe wie Gras und Stroh. Daneben profitiert KTG im landwirtschaftlichen Bereich von günstigen Betriebsmitteln einerseits und steigenden Preisen für Agrarrohstoffe andererseits. "Für die Saison 2010 haben wir unseren Bedarf an Betriebsstoffen wie Dünger und Diesel schon ganz überwiegend gedeckt", sagt Hofreiter. "Wir kennen also unsere Kosten sehr genau. Steigen jetzt die Agrarrohstoffpreise weiter, verbessert sich unsere Marge weiter."

Massiver Ausbau

Das ohnehin lukrative Geschäftsmodell KTGs gewinnt durch den massiven Ausbau der Biogasaktivitäten noch einmal deutlich an Schwung. Hofreiter will den Gewinn im laufenden Jahr erneut deutlich steigern. DZ-Bank-Analyst Heinz Müller sieht das ähnlich und billigt der Agraraktie einen fairen Wert von 20,50 Euro zu.

Im Aufwärtstrend

Mit einem 2010er-KGV von 13 hat die Aktie noch Luft nach oben. Auch aus charttechnischer Sicht stehen die Ampeln weiter auf Grün. Risikobewusste Anleger nutzen die aktuelle Seitwärtsbewegung zum Aufbau eine Position. Das Kursziel liegt bei 20 Euro. Ein Stoppkurs bei 11,70 Euro sichert ab.

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