BASF
- Thorsten Küfner - Redakteur

BASF liefert gesundheitsschädlichen Kunststoff aus – Zeit zum Ausstieg?

Die Aktie von BASF ist zuletzt sehr gut gelaufen. Nun kamen aber Meldungen auf, dass der Chemiekonzern aufgrund eines technischen Fehlers in der Produktion tausende Tonnen des Vorproduktes TDI zurückholen muss. Wegen der erhöhten Konzentration von Dichlorbenzol sei der Stoff gesundheitsgefährdend. Was nun?

BASF erklärte, dass von den betroffenen 7.500 Tonnen knapp zwei Drittel noch nicht weiterverarbeitet worden sind. Diese werden direkt vom Ludwigshafener Unternehmen zurückgeholt. Etwas schwieriger wird es hingegen mit den restlichen rund 2.500 Tonnen, die bereits in Matratzen und Polstern verarbeitet wurden.

Die Experten der Commerzbank haben sich bereits mit den möglichen finanziellen Schäden für BASF befasst. Analyst Michael Schäfer erklärte, dass hiervon Umsätze in Höhe von knapp 25 Millionen Euro (zum Vergleich: 2016 erzielte BASF Erlöse von rund 63 Milliarden Euro) betroffen sein dürften. Er stuft die DAX-Titel indes weiterhin mit „Buy“ ein und sieht das Kursziel nach wie vor bei 90,10 Euro.

Aktie bleibt attraktiv
Der jüngste Kursrücksetzer ist aus charttechnischer Sicht nach dem zuvor erfolgten steilen Anstieg durchaus als gesund zu werten. Grund zur Sorge besteht nicht. Die Aussichten für BASF bleiben gut, die Aktie ist weiterhin ein Kauf (Stopp: 68,00 Euro).

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