BASF
- Werner Sperber - Redakteur

BASF ist und bleibt ein "Top-Pick"

Aus Libyen kommen aktuell gute Nachrichten für die BASF-Tochterfirma Wintershall. Die haben Analysten in ihren Einstufungen zwar noch gar nicht berücksichtigt. Dennoch lautet ein Votum für die Anteilscheine des Chemie-Unternehmens BASF "Buy".

In Libyen feiern die Anhänger des Nationalen Übergangsrates bereits den Sieg über den "Revolutionsführer" und de facto Machthaber Muammar al-Gaddafi. An den Börsen feierten die Anleger bereits die Wiederaufnahme der Öl-Lieferungen aus dem nordafrikanischen Land. Doch sind weder der Sieg noch die Lieferaufnahme sicher. Wintershall, das Öl- und Gasförder-Tochterunternehmen der in Ludwigshafen ansässigen BASF SE, gibt sich deswegen zurückhaltend. Derzeit sei eine Wiederaufnahme der Produktion in Libyen noch nicht geplant. Grundsätzlich sei das zwar binnen einiger Wochen möglich, doch die Umsetzung hängt insbesondere vom Zustand der Export-Infrastruktur und einer stabilen Sicherheitslage im Land ab. Vor dem am 15. Februar begonnenen Bürgerkrieg förderte Wintershall täglich 100.000 Fass Öl in der Großen Sozialistisch Libysch-Arabischen Volks-Dschamahirija, wie Libyen offiziell heißt.

Risiken, aber kein Kollaps

Die Analysten haben die Chancen auf eine Wiederaufnahme der Geschäfte in Libyen noch nicht berücksichtigt. Jennifer Barker, Analystin von Nomura, erwartet angesichts der  eingetrübten Konjunktur-Perspektiven sinkende Absatzmengen in diesem und im nächsten Jahr. Sie räumt der Aktie ein Kurspotenzial von 17 Prozent ein, während die Notierungen der Branche insgesamt um durchschnittlich 30 Prozent zulegen dürften. Deshalb reduzierte sie ihre Einstufung für die Aktie von BASF von "Neutral" auf "Reduce" und ihr Kursziel von 72 auf 64 Euro. Tim Jones, Analyst der Deutschen Bank, beruhigt etwas. Die Gefahr eines allzu starken Abbaus der Lagerbestände sei recht gering. Mit einem Kollaps wie im Jahr 2009 sei nicht zu rechnen. Die jüngste Kursschwäche bietet eine gute Einstiegsgelegenheit bei BASF. Daneben seien auch Linde, Syngenta und Croda "Top Picks". Deshalb bestätigte Jones sein Votum mit "Buy" und senkte nur sein Kursziel von 75 auf 72 Euro. Insgesamt haben die Analysten ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie in den Jahren 2011 bis 2013 etwas gesenkt. Sie gehen nun von Ergebnissen pro Anteilschein von 6,37 Euro beziehungsweise 6,55 Euro respektive 6,85 Euro aus. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 7,5 respektive 7. Angesichts dieser günstigen Bewertung bleibt es beim Kursziel von 70 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 39 Euro gesetzt werden.

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