BASF
- Werner Sperber - Redakteur

BASF ist ein Kerninvestment

Auch wenn der Schweizer Wettbewerber Clariant die Ziele für das laufende Jahr gesenkt hat, bleibt der Chemiekonzern BASF bei den bisherigen Prognosen. Die Tochterfirma Wintershall ist optimistisch, was die Geschäfte in Libyen anbelangt. Zudem hat die Deutsche Bank den Wert in die Liste der weltweit 30 besten Dividendentitel aufgenommen.

Am Konzernsitz in Ludwigshafen sieht Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF SE, optimistisch in die Zukunft. Im Gegensatz zum Wettbewerber Clariant hat BASF die Ziele für das Gesamtjahr 2011 bestätigt. Demnach dürfte der Umsatz trotz einer geringeren Wachstumsdynamik im weiteren Jahresverlauf kräftig steigen. Das bereinigte Betriebsergebnis soll deutlich zunehmen. Ähnlich zuversichtlich ist Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender der Öl- und Gas-Tochterfirma Wintershall, bezüglich der Wiederaufnahme der Ölförderung in Libyen. Seele sagte im Interview mit dem Handelsblatt: "Wintershall bereitet sich schon jetzt auf einen Produktionsstart vor. Ich hoffe, dass wir noch vor Jahresende die ersten Barrel fördern. Der Übergangsrat hat mehrfach bestätigt, dass er die bestehenden Verträge respektieren will." Beim Verlust der Öl-Konzessionen müsste der Steuerzahler einstehen. Seele erklärte: "Unsere Investitionen sind über Bundesgarantien gesichert." Im vergangenen Jahr habe Wintershall rund 70 Millionen Euro nach Steuern in Libyen verdient. Der Gesamtgewinn des Unternehmens belief sich auf 923 Millionen Euro.

Zweimal kaufen

Thorsten Strauß, Analyst der NordLB, verweist darauf, dass die Anleger die Aktie von BASF jüngst als zyklischen Wert abgestraft hätten. Das sei aber nicht gerechtfertigt, da es keine Anzeichen gebe, dass sich an den positiven Unternehmenszielen für das Jahr 2011 etwas geändert hat. Wegen der Eintrübung der Weltkonjunktur und den höheren Finanzmarktrisiken hat Strauß jedoch seine Gewinnschätzungen gesenkt. Vor diesem Hintergrund bestätigte er seine Einstufung für die Aktie mit "Kaufen" und reduzierte sein Kursziel von 72 auf 58 Euro. Die Analysten der Deutsche Bank nahmen BASF in die Liste "Top 30 Sustainable Dividend" auf und beließen ihr Votum für das Kerninvestment bei "Buy" und ihr Kursziel bei 72 Euro.

Günstig bewertet

Insgesamt haben die Analysten ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie in den Jahren 2011 und 2012 erhöht sowie für 2013 leicht gesenkt. Sie gehen nun von Ergebnissen pro Anteilschein von 6,17 Euro, 5,39 Euro und 6,01 Euro aus. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 7, von 8 und 7,5. Angesichts dieser noch immer günstigen Bewertung bleibt es beim Kursziel von 70 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 39 Euro gesetzt werden.

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