BASF
- Werner Sperber - Redakteur

BASF hilft Daimler beim "Zukunfts-Auto"

Der Chemiekonzern BASF und der Fahrzeughersteller Daimler arbeiten daran, den "Flaschenhals Reichweite" bei Elektro-Autos aufzudehnen. Unterdessen melden sich Analysten zu Wort, die die Perspektiven von BASF positiv beurteilen.

Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung vom 15. bis zum 25. September in Frankfurt am Main werden die Besucher die Vision von Daimler und der in Ludwigshafen ansässigen BASF SE für das Auto der Zukunft sehen. Daimler und BASF haben in den vergangenen Monaten am Konzeptfahrzeug auf Basis des "Smart" gebaut. Dabei konzentrierten sich die beiden Unternehmen auf neue Technologien, Energieeffizienz, Leichtbau, Temperaturmanagement und das künftige Design. Das IAA-Modell ist 120 bis 150 Kilogramm leichter als der Elektro-Smart, der im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll. Der "Flaschenhals" für eine erfolgreiche Markteinführung von Elektroautos ist die Reichweite. Das Studienfahrzeug hat eine solche von 170 Kilometer im Vergleich zu 140 Kilometern des Serienautos. BASF hat sich in der Autobranche gut positioniert: Die Autoindustrie steuert zehn bis 15 Prozent zum Umsatz des weltgrößten Chemiekonzerns bei.

Deutlich vorsichtiger

Lutz Grüten, Analyst der Commerzbank, erklärt unterdessen, die Stimmung in der Chemieindustrie sei weitaus besser, als es die Aktienkurse signalisierten. Die Volksrepublik China und die Autoindustrie fragen chemische Produkte anhaltend stark nach. Der Vorstand von BASF prognostiziert auch deshalb weiteres Wachstum im zweiten Halbjahr 2011, obwohl das Tempo geringer sein wird als in den ersten sechs Monaten. Deshalb bestätigte Grüten seine Einstufung für die Aktie mit "Buy" und sein Kursziel von 61 Euro. Andreas Heine, Analyst der Unicredit, hält die Geschäftsbedingungen für BASF noch für gut, auch wenn der zuletzt steile Abstieg des Aktienkurses anderes vermuten lässt. Das überdurchschnittliche Konzernwachstum werde sich im zweiten Halbjahr 2011 normalisieren. Vor diesem Hintergrund beließ Heine sein Votum bei "Buy" und sein Kursziel bei 74 Euro. Insgesamt haben die Analysten ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie in den Jahren 2011 bis 2013 deutlich gesenkt. Sie gehen nun von Ergebnissen pro Anteilschein von 6,11 Euro, 5,38 Euro und 6,03 Euro aus. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 8, 9 und erneut 8. Angesichts dieser noch immer günstigen Bewertung bleibt es beim Kursziel von 70 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 39 Euro gesetzt werden.

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