BASF
- Maximilian Völkl

BASF-Aktie: Neue Woche, alte Probleme

Am Freitag stand der weltgrößte Chemiekonzern BASF im Fokus. Nach dem deutlichen Gewinnrückgang 2015 erwartet Konzernchef Kurt Bock auch 2016 weitere Probleme durch den niedrigen Ölpreis und dem schwächeren Wachstum in China. Die Dividende wurde allerdings trotz der Widrigkeiten um zehn Cent auf 2,90 Euro angehoben.

Im Fokus steht bei BASF der Ölpreis, der „natürlich eine besondere Bedeutung auch im Jahre 2016 hat", so Bock. Über die Öl-Und Gastochter Wintershall ist der DAX-Konzern besonders stark von niedrigen Preisen betroffen. Wenn er im Schnitt bei 30 Dollar je Barrel oder darunter liege, werde dies das Ergebnis zusätzlich belasten, so Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel. Es wäre dann außerordentlich schwierig, die fehlenden Erträge mit Hilfe des Chemiegeschäfts auszugleichen. Wertberichtigungen von einer Milliarde Euro könnten dann nötig sein. Bock fügte allerdings hinzu, dass BASF derzeit keine Hinweise für eine solche Preisentwicklung habe.

Das zweite Problemkind bei BASF ist China. Generell erwartet der Konzernchef, dass die Weltwirtschaft 2016 voraussichtlich so wächst wie 2015. Im Reich der Mitte rechnet Bock allerdings mit einem leichten Rückgang. Er wies zudem darauf hin, dass die Chemieproduktion des Landes inzwischen gut einem Drittel der Weltproduktion entspricht.

Schwieriges Jahr

Für das laufende Jahr erwartet BASF deshalb erneut einen kräftigen Gewinnrückgang im Öl- und Gasgeschäft sowie bei den Chemikalien. Mit besseren Ergebnissen rechnen die Ludwigshafener in den übrigen Geschäftsfeldern. Dazu soll auch ein Sparprogramm beitragen. Im laufenden Jahr will das Unternehmen für den Bau und die Instandhaltung von Anlagen rund eine Milliarde Euro weniger ausgeben als noch 2015.

Dividendenriese

Die schwachen Zahlen haben niemanden überrascht. Im Aktienkurs des Chemiekonzerns sind  viele schlechte Nachrichten bereits eingepreist. Dafür kam die angehobene Dividende an der Börse gut an. Charttechnisch ist die BASF-Aktie zwar weiterhin angeschlagen. Mit einer Dividendenrendite von mittlerweile fast fünf Prozent ist der Titel auf dem aktuellen Niveau aber wieder attraktiv.

(Mit Material von dpa-AFX)

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