BASF
- Maximilian Völkl

BASF-Aktie: Das Problem China

Der BASF-Aktie gelingt erneut keine nachhaltige Erholung. Im Gegenteil: Am Freitag zählt der Chemieriese im frühen Handel wieder zu den schwächsten Werten im DAX. Sorgen bereitet vor allem das China-Geschäft. Im Reich der Mitte sind die Exporte eingebrochen, was sich entsprechend auf das Ergebnis und die Margen auswirkt.

„In den für die Chemieindustrie wichtigen Branchen schwächelt Chinas Wirtschaft nun bereits seit mehreren Quartalen“, erklärte BASF-Asien-Vorstand Sanjeev Gandhi dem Handelsblatt. „Wir hängen nicht nur am Binnenkonsum, sondern auch an Infrastrukturinvestitionen und an der Exportproduktion. Beides ist eingebrochen." BASF könne seine Marktanteile aber halten.

Vor allem in der Bauindustrie sei es schlecht gelaufen: „Die Regierung hat den Bau neuer Wohnungen erschwert, damit es keine Immobilienblase gibt.“ Das sei auch gelungen, weshalb die Regeln wieder gelockert wurden. Das Problem: Schnelle Nachholeffekte hätten sich nicht eingestellt. „Ich hatte gehofft, es würde sofort wieder mehr gebaut“, so Gandhi. „Das ist nicht passiert.“

Keine Panik

Die BASF-Aktie hat sich zuletzt nicht gut entwickelt. Anleger sollten deshalb aber nicht nervös werden. Langfristig ist der Konzern weiterhin gut aufgestellt. Zudem locken die Dividendenrendite von vier Prozent und die attraktive Bewertung mit einem KGV von 13. DER AKTIONÄR rät deshalb, an Bord zu bleiben. Der Stoppkurs sollte bei 61 Euro platziert werden. Neueinsteiger warten vorerst eine Aufhellung des Chartbilds ab.

(Mit Material von dpa-AFX)


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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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