BASF
- Thorsten Küfner - Redakteur

BASF-Aktie: Was ist hier los?

Die Papiere des weltgrößten Chemieproduzenten BASF zählen im frühen Handel zu den größten Verlierern im DAX. Neben Gewinnmitnahmen bei der zuletzt wieder stark gelaufenen Aktie dürfte auch die gestrige Entscheidung der OPEC mitsamt dem daraufhin einbrechenden Ölpreis für spürbaren Gegenwind sorgen.

Die BASF-Tochter Wintershall gehört zu den größten europäischen Produzenten von Öl und Gas. Im vergangenen Jahr erzielte die Energiesparte noch etwa 27 Prozent des operativen Gewinns des Gesamtkonzerns. Dieser Anteil droht aufgrund der nun wesentlich niedrigeren Ölpreise deutlich zu sinken. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass BASF der Ölpreisverfall trotz der Belastungen für die Tochter Wintershall direkt und indirekt auch Vorteile hat.

Hervorragendes Konjunkturprogramm
So profitieren andere Sparten von BASF wiederum von den niedrigeren Preisen des für die Chemiebranche wichtigen Vorprodukts Erdöl. Darüber hinaus ist ein anhaltend niedriger Ölpreis natürlich auch eine Art Konjunkturprogramm für die Weltwirtschaft. Gerade etwa in den USA steigt durch niedrigere Energiekosten die Kaufkraft enorm, was wiederum die stark vom privaten Konsum abhängige US-Volkswirtschaft stützt – und dies hat auch positive Effekte auf andere Länder. Letztlich profitiert BASF also auch indirekt von niedrigen Ölpreisen – selbst wenn der DAX-Konzern dank cleverer Zukäufe in der Vergangenheit mittlerweile längst nicht mehr derart von der Konjunktur abhängig ist wie etwa noch vor der Lehman-Pleite im Jahre 2008.

Aktie bleibt attraktiv
Anleger sollten die Ruhe bewahren. Die Aktie von BASF bleibt angesichts der hervorragenden Positionierung in attraktiven Märkten, der soliden Bilanz und des starken Managements attraktiv. Da die Bewertung mit einem KGV von 13 und einer Dividendenrendite von fast vier Prozent noch moderat ist, sind die DAX-Titel ein Kauf. Wer noch nicht investiert ist, sollte die Korrektur noch abwarten und dann erst einsteigen. Wer bereits BASF-Aktien hält, beachtet den Stopp bei 61,00 Euro.

 

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