BASF
- Marion Schlegel - Redakteurin

BASF-Aktie: Neues Jahreshoch – und jetzt?

Die am Mittwoch zunächst große Begeisterung der Marktteilnehmer über die vorläufigen Geschäftszahlen der BASF hat zum Handelsschluss spürbar nachgelassen. Auch am Donnerstag startet das Papier 0,6 Prozent im Minus. Nachdem die Papiere am Mittwochmorgen zeitweise auf ein Jahreshoch von knapp 80 Euro gestiegen und damit so teuer waren wie zuletzt im August 2015, gaben die Titel am Ende des Tages ihren Gewinn vollständig ab. Im Leitindex DAX, der am Mittwoch weiter nachgab, waren sie damit aber immer noch im vorderen Drittel.

Die vorläufigen Eckdaten der Ludwigshafener zum dritten Quartal wurden generell positiv bewertet. Die Erwartungen seien übertroffen worden, lautete die nahezu einhellige Meinung unter Branchenexperten. Dabei hatte BASF zwar einen kräftigen Umsatz- und Gewinneinbruch verzeichnet - Grund war aber der Verkauf der Erdgashandelsaktivitäten gewesen. Analysten hatten zudem mit einem deutlicheren Ergebnis-Rückgang gerechnet und äußerten sich entsprechend positiv.

Überwiegend positive Kommentare

So erhöhte etwa Analyst Cooley May von der australischen Investmentbank Macquarie das Kursziel auf 90 Euro und sieht damit für die Aktien noch deutlich Luft nach oben. Er bestätigte seine Kaufempfehlung.

Auch Analyst Andrew Stott von der schweizerischen Großbank UBS war voll des Lobes: Die Erholung des Chemiekonzerns habe offensichtlich bereits begonnen, schrieb er in einer ersten Reaktion am Mittwoch. Das operative Ergebnis habe den Konsens um 15 Prozent übertroffen. Er bleibe daher zuversichtlich, dass es weiter bergauf gehe. Vor allem bei den Marktschätzungen für 2016 sieht er nun deutlichen Anpassungsbedarf.

Noch mit Skepsis sieht dies dagegen Analyst Markus Mayer von der Baader Bank: Seiner Einschätzung nach hat die Branche in ihrem aktuellen Geschäftszyklus den Tiefpunkt noch nicht erreicht, weshalb Anleger die BASF-Quartalszahlen noch nicht als Kaufsignal sehen sollten, warnte er in einer aktuellen Studie.

Auch Analyst Jit Hoong Chan vom Analysehaus S&P Global ließ sich von der allgemeinen Euphorie nicht anstecken: Angesichts der bestätigten BASF-Jahresziele sieht er vorerst kaum weitere positive Kurstreiber für die Aktien.

DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie von BASF zuversichtlich gestimmt. Die Aussichten für den Chemieriesen hellen sich weiter auf, die Bewertung des Qualitätsunternehmens ist noch günstig.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

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