BASF
- Thorsten Küfner - Redakteur

BASF: Zwei interessante Meldungen

In den Medien wimmelt es seit gestern von Berichten über den Verdacht der Spionage eines chinesischen Unternehmens bei BASF. Doch weitaus interessanter für den DAX-Konzern sowie für die Anteilseigner dürften eher zwei andere Meldungen gewesen sein, die fast untergegangen wären.

So plant der Chemieriese offenbar, durch Teilverkäufe die Übernahme des Polyamidgeschäfts von Solvay zu retten. BASF und Konkurrent Solvay hatten sich schon im September 2017 auf die Übernahme der Sparte geeinigt und eigentlich sollte der Deal bereits 2018 abgeschlossen werden. Doch die EU-Kommission verlangt offenbar weitere Zugeständnisse, um grünes Licht zu geben. Am 25. Januar soll jetzt endlich die Entscheidung fallen. Und Insidern zufolge erwägt BASF nun den Verkauf von Unternehmensteilen im Volumen von rund 450 Millionen Euro, um die Erlaubnis zu erhalten. Es dürfte die kommenden zwei Wochen also spannend bleiben.

China öffnet sich – ein bisschen
Darüber hinaus wurde bekannt, dass China im Zuge der Verhandlungen über mögliche Auswege im Zollstreit mit den USA seine Agrarmärkte – zumindest teilweise – öffnet. Demnach wurden nun fünf gentechnisch veränderte Pflanzensorten für Raps, Mais und Sojabohnen für den Import freigegeben. Und zwei davon werden von der Saatgutsparte von BASF hergestellt.
Es wäre natürlich eine spektakuläre Wende, sollte BASF, eines der Unternehmen, das am stärksten unter einer Eskalation des Handelsstreits leiden würde, im Falle einer Einigung nun zu den größten Profiteuren gehören.

Langer Atem und gute Nerven gefragt
Die Aktie von BASF arbeitet indes weiter an der Bodenbildung. Langfristig orientierte Anleger mit starken Nerven können nach wie vor wieder erste Positionen bei der Dividendenperle (Rendite: 5,3 Prozent) aufbauen. Auf welche Aktien konservative Anleger hingegen jetzt schon setzen sollten, erfahren Sie exklusiv im neuen Aktienreport: Der große DAX-Dividendenkalender + die 5 sichersten Dividendenzahler der Welt.

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