BASF
- Thorsten Küfner - Redakteur

BASF: Rückzug – und jetzt

Die BASF-Tochter Wintershall hat mit anderen westeuropäischen Energieunternehmen den Antrag in Polen auf eine Beteiligung an der Gaspipeline Nord Stream 2 zurückgezogen. "Wir treten der Nord Stream 2 AG jetzt nicht bei, sind aber an der Umsetzung des Projektes weiterhin sehr interessiert und bleiben Partner", erklärte ein Unternehmenssprecher.

Die Entscheidung werde sich nicht auf den Bau der zweiten Erdgas-Pipeline durch die Ostsee auswirken, betonte er. Wie die BASF -Tochter mitteilte, hatte die polnische Kartellbehörde zuvor Bedenken bei der Gründung des Joint Ventures zwischen dem russischen Energiekonzern Gazprom und den europäischen Unternehmen Engie, OMV, Shell und Uniper sowie Wintershall geäußert. Die nationale Rechtslage in Polen erlaubt eine kartellrechtliche Prüfung des Projekts. In Deutschland hatten die Behörden keine Einwände.

Wintershall hätte zehn Prozent an der Gesellschaft gehalten. Mit dem Rückzug der westeuropäischen Energieunternehmen ist der russische Gasriese Gazprom weiterhin alleiniger Gesellschafter. Nord Stream 2 sieht den Bau von zwei Offshore-Pipelines von Russland nach Deutschland vor. Sie sollen insgesamt eine jährliche Kapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas haben. Polen und die baltischen Staaten kritisieren den Bau der Pipeline scharf und fürchten, dadurch könnten ihre Interessen übergangen werden.

 

DAX-Titel bleibt attraktiv
DER AKTIONÄR hält indes weiterhin an seiner Kaufempfehlung für die Aktie von BASF fest. Die Bewertung der Dividendenperle ist aktuell moderat, die mittel- bis langfristigen Perspektiven gut. Zudem hat sich das Chartbild zuletzt wieder etwas aufgehellt. Der Stopp sollte bei 58,00 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Fairer Wert liegt bei 111 Euro

Der Chemieriese BASF investiert in eine US-Firma, die sich auf das CO2-Recycling spezialisiert hat. Zudem wollen die Ludwigshafener zukünftig dabei helfen, die bisher eher überschaubare Reichweite von Batterien für Elektroautos kräftig zu steigern. Die Analysten bleiben vom Blue Chip jedenfalls … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Das klingt gut

Der Chemieriese BASF hat weitere Konkurrenz im Wettbieten um einige Bayer-Sparten, welche die Leverkusener für die Übernahme von Monsanto abstoßen müssen, erhalten. So meldete KWS Saat nun Ansprüche auf diese Geschäfte. Allerdings haben die EU-Wettbewerbshüter bereits klar Position ergriffen. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Warum die Aktie jetzt ein Kauf ist

Die Analysten von Barclays haben die Anteile von BASF erneut näher unter die Lupe genommen. Und das Ergebnis ihrer jüngsten Analyse dürfte den BASF-Aktionären durchaus gefallen. Denn die Experten zählen gleich mehrere Gründe auf, weshalb die Aktie des Chemieriesen bald deutlich zulegen dürfte. mehr