BASF
- Markus Bußler - Redakteur

BASF: Preisdruck, Überkapazitäten – Aktie schnell verkaufen?

Die Zahlen des Chemieriesen BASF sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Die Aktie schickt sich an, ein massives Kaufsignal zu generieren. Doch es gibt warnende Stimmen: Die Party könnte sich ihrem Ende nähern.

Das Analysehaus S&P Capital IQ hat BASF von ¿Hold¿ auf ¿Sell¿ abgestuft und das Kursziel von 80 auf 67 Euro gesenkt. Im Chemikaliengeschäft dürfte die Nachfrage in Europa im kommenden Jahr schwach bleiben, schrieb Analyst Jacob Thrane in einer Studie. Zudem könnte das Petrochemie-Geschäft unter Überkapazitäten in Asien leiden. Der aktuelle Preisdruck werde wohl anhalten und die Margen weiter bröckeln lassen. Der Experte reduzierte seine Gewinnschätzungen je Aktie für 2014 bis 2015 auf bereinigter und verwässerter Basis.

Chemiebranche senkt Prognose

Ganz von der Hand zu weisen sind die Befürchtungen von Thrane nicht. Vor zwei Tagen hat die Chemiebranche wegen schwacher Auslandsgeschäfte und fallender Chemikalienpreise erneut einen Gang zurückgeschalten. Deutschlands drittgrößter Industriezweig senkte am Mittwoch zum dritten Mal in Folge seine Prognose für die Umsatz- und Preisentwicklung im Gesamtjahr. ¿Die Dynamik im Chemiegeschäft ist weiterhin gering und das Rückschlagpotenzial hoch¿, erklärte der Verband der Chemischen Industrie in Frankfurt.

Der Branchenverband erwartet für 2013 nun einen Rückgang der Preise um ein Prozent und deshalb nur noch einen Zuwachs des Branchenumsatzes von 0,5 Prozent auf 187,7 Milliarden Euro. Bisher war mit einem einprozentigen Umsatzanstieg bei rückläufigen Preisen um 0,5 Prozent gerechnet worden.

Dennoch ist der Aufwärtstrend bei der BASF-Aktie weiter intakt. Anleger sollten daher dabei bleiben und ihre Gewinne laufen lassen. Zudem sollte sich im kommenden Jahr auch Europa langsam wieder erholen. Die Aktie bleibt weiter aussichtsreich.

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