BASF
- Norbert Sesselmann - Redakteur

BASF: Fair bewertet oder viel zu billig?

An der Aktie von BASF scheiden sich derzeit die Geister. Während die Anteile des Weltmarktführers für viele Analysten echte Qualitätstitel sind, verweisen andere auf die Gefahr eines konjunkturellen Abschwungs, der die zyklischen Chemiekonzerne schwer belasten dürfte.

Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für BASF auf "Hold" mit einem Kursziel von 79 Euro belassen. Nach den ersten fünf Monaten des Jahres seien die diesjährigen Ergebnisse des Chemiekonzerns noch mindestens genauso schwer vorherzusehen wie im Februar, schrieb Analyst Laurence Alexander in einer Studie vom Mittwoch. Der Experte senkte seine Prognose für den 2013er-Gewinn von 6,15 auf 6,05 Euro je Aktie.

Nur noch „Halten"

Das Analysehaus Independent Research hat BASF von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber auf 84 Euro belassen. Die Ausweitung des Asien-Engagements sei angesichts der dortigen Wachstumsperspektiven positiv, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Mittwoch. Der Experte hält jedoch das Ziel des Chemiekonzerns, den Umsatz in der Region zu verdoppeln, für relativ ambitioniert. Nachdem sich der Aktienkurs zuletzt erfreulich entwickelt habe, sieht Schöndube auf dem aktuellen Kursniveau nur noch moderates Aufwärtspotenzial.

Kursziel: 86 Euro

Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für BASF auf "Outperform" mit einem Kursziel von 86 Euro belassen. Trotz des stagnierenden Konjunkturumfelds hätten sich die Chemikalienpreise in den USA und Europa im März und April weitgehend behauptet, schrieb Analyst Jeremy Redenius in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Da die Kosten überdurchschnittlich gesunken seien, hätten sich die Bruttomargen der Sektorunternehmen erhöht. Die gestiegene Nachfrage nach petrochemischen Produkten sei positiv für BASF.

Aktie bleibt ein Kauf

Auch nach Ansicht des AKTIONÄR hat die BASF-Aktie noch reichlich Luft nach oben. Der Weltmarktführer im Chemiesektor überzeugt weiterhin mit einer soliden Bilanz, einer starken Marktstellung in vielen attraktiven Zukunftsmärkten (wovon viele relativ konjunkturunabhängig sind, sodass BASF dort auch in Krisenzeiten profitabel bleiben dürfte) und guten Perspektiven. Mit einem 2012er-KGV von 12 sind die Anteile des Weltmarktführers immer noch moderat bewertet, weshalb langfristig orientierte Anleger beim DAX-Titel zugreifen.


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