BASF
- Norbert Sesselmann - Redakteur

BASF: Chancen beim „Fracking“

Der Chemiekonzern BASF setzt auf die umstrittene Förderung von Schiefergas. Für den Konzern sind dabei Europa und Südamerika interessant. Die BASF-Aktie bleibt ein Basisinvestment für konservative Anleger. Wer es etwas spekulativer haben will, setzt auf dieses kleine Fracking-Unternehmen mit Vervielfachungspotenzial.

Der Chemiekonzern BASF sieht für die umstrittene Förderung von Schiefergas auch außerhalb von Nordamerika erhebliches Potenzial. "In Europa sind besonders Deutschland, Frankreich und Polen zu nennen", sagte BASF-Vorstand Harald Schwager in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Wir würden gerne in die Forschung einsteigen, um überhaupt herauszufinden, ob es möglich ist, hier wirtschaftlich, sozial akzeptiert und umweltverträglich Schiefergas zu fördern", sagte Schwager, im BASF-Vorstand für das Öl- und Gasgeschäft verantwortlich.

Umstrittene Technik

Per Fracking kann Gas aus bisher schwer zugänglichen Lagerstätten gefördert werden. Dabei werden Wasser, Sand und Chemikalien mit hohem Druck in das Gestein gepumpt, um es aufzusprengen. Dann kann Gas Richtung Bohrloch strömen. Kritiker sehen eine Gefahr für die Umwelt, vor allem für das Trinkwasser. Das Verfahren wird der Industrie zufolge seit Jahrzehnten in Europa angewandt, wenn auch nicht in dem erheblichen Ausmaß wie zum Beispiel in den USA. Zu Grundwasserverschmutzungen sei es nie gekommen, erklärte Schwager.

Wirtschaftlich?

Umstritten ist neben den Umweltfolgen auch die Wirtschaftlichkeit der Förderung. Laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover sind rund 1,3 Billionen Kubikmeter Schiefergas in Deutschland technisch gewinnbar. Nach einer kürzlich veröffentlichten Analyse des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) müssten sich aber die Gaspreise ungefähr verdoppeln, um den zusätzlichen Aufwand zu rechtfertigen. Das ZEW verwies auf die weit kostengünstigere Erschließung neuer konventioneller Gasfelder in Europa und Nahost sowie auf die verbesserten Transportmöglichkeiten.

Potenziale identifiziert

Die Industrie will sich die Fracking-Option aber auch für Deutschland offenhalten. Neben dem US-Riesen Exxon und anderen ist auch die BASF-Tochter Wintershall aktiv. Ohne Fracking werde die Gasproduktion in Deutschland schnell zurückgehen, hatte Wintershall-Chef Rainer Seele kürzlich gewarnt. Das international tätige Unternehmen benötige Fracking-Bohrungen in Deutschland auch als Referenz für Beteiligungen an ausländischen Lagerstätten. BASF-Vorstand Schwager erwartet eine langsame Entwicklung: "Die neue Form der Förderung wird nicht auf Knopfdruck passieren. Auch in Amerika hat das Jahrzehnte gedauert", sagte Schwager. In Europa seien gerade erst Potenziale identifiziert worden.

Klarer Kauf

DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Die immer noch moderat bewertete BASF-Qualitätsaktie bleibt für langfristig orientierte Anleger ein klarer Kauf. Bestehende Positionen sollten bei 57 Euro abgesichert werden.

Vervielfachungspotenzial

Die Fracking-Methode ist äußerst umstritten, weil Unmengen an Wasser vonnöten sind und giftige Chemikalien, die Umwelt, insbesondere das Grundwasser, verschmutzen können. Abhilfe schafft die neue Technologie eines kleinen Unternehmens aus Kanada. Es sorgt dafür, dass Fracking umweltfreundlicher wird. Die Nachfrage ist enorm groß, ein erster großer Energiekonzern hat bereits zugegriffen. Der Kurs der Aktie hat bereits leicht zugelegt. Also, zögern Sie nicht und sichern Sie sich den neuen Aktienreport mit der Fracking-Aktie, deren Kurs sich vervielfachen kann.

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