Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Viel Licht, wenig Schatten

Barrick Gold meldet sich zurück – nicht nur die Aktie, sondern auch der Konzern. Die Zahlen für das abgelaufene Jahr können sich angesichts der schwachen Goldpreis-Entwicklung sehen lassen. Der Konzern meldet erstmals seit vier Jahren wieder einen positiven Free-Cash-Flow. Der Ausblick auf das laufende Jahr ist gut. Dennoch dreht die Aktie nachbörslich ins Minus.


Doch zunächst zu den Zahlen: Der Free Cash Flow lag bei 471 Millionen Dollar. Die Schulden sanken um 3,1 Milliarden Dollar oder 24 Prozent. Und im laufenden Jahr will Barrick noch einmal zwei Milliarden Dollar Schulden abbezahlen. Im laufenden Jahr hat Barrick 6,12 Millionen Unzen Gold produziert. Die All-in Sustaining Costs belaufen sich auf 831 Dollar je Unze im Jahr 2015.

Kosten sinken, Produktion auch


Die Verkäufe des vergangenen Jahres fordern allerdings ihren Tribut. Im laufenden Jahr soll die Produktion auf 5,0 bis 5,5 Millionen Unzen sinken. Allerdings sollen auch die All-in Sustaining Costs weiter sinken – und zwar auf 775 bis 825 Dollar je Unze. Bis zum Jahr 2019 strebt Barrick sogar an, die Kosten unter die Marke von 700 Dollar senken zu können. Allerdings wird dann auch die Produktion weiter zurückgehen. Im Jahr 2018 rechnet Barrick noch mit einer Produktion von 4,6 bis 5,1 Millionen Unzen. Über 2020 hinaus soll die Produktion bei mindestens 4,5 Millionen Unzen gehalten werden.


Das Bild ist damit etwas uneinheitlich. Im ersten Moment scheint der Markt die sinkende Produktion negativ zu werten. Aber: Das muss jedem Marktteilnehmer klar gewesen sein. Barrick hat zur Schuldensenkung Assets verkauft. Und das schlägt sich natürlich auf die Produktionszahlen nieder. Gut möglich also, dass sich in dem nachbörslichen Minus auch nur Gewinnmitnahmen widerspiegeln. Insgesamt waren die Zahlen mehr als ordentlich. Barrick wird seinen Status als größter Goldproduzent vermutlich in den kommenden Jahren an andere Unternehmen verlieren. Doch mit Blick auf Produktion und Kosten wird man vermutlich einer, wenn nicht sogar der Kostenführer unter den Majors werden. Und das dürfte der Aktie in den kommenden Monaten weitere Unterstützung liefern.

Sonderangebot: Testen Sie 8 Wochen Goldfolio, den Börsenbrief für Gold- und Silberaktien des AKTIONÄRs, für nur 23 Euro. Das Angebot ist nur eine begrenzte Zeit verfügbar. Mehr dazu unter: www.goldfolio.de

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Warten auf Janet Yellen

Heute ist es wieder einmal soweit: Die US-Notenbankchefin wird auf einem Event der Harvard University Radcliffe sprechen. Anleger versprechen sich davon zwischen den Zeilen neue Aufschlüsse darüber, ob und wann die Fed die Zinsen anheben wird. Zuletzt machten Gerüchte die Runde, die Fed könnte … mehr
| Markus Bußler | 1 Kommentar

Gold & Silber: Im Bann von Fed und Dollar

Schmerzhafte Tage erleben derzeit die Gold- und Silberanleger. Der stärkere Dollar und die Zinsfantasie seitens der Fed belasten den Goldpreis. Die Edelmetalle erleben einen deutlichen Rücksetzer. Und die ersten Meldungen machen die Runde, dass Gold Richtung 1.000 Dollar und darunter abstürzen … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Und Russland kauft weiter

Der Goldpreis konsolidiert derzeit seinen kometenhaften Anstieg der letzten Monate. Erste Stimmen werden laut, die ein Ende der Rallye verkünden. Doch ein Rücksetzer ist nach dem Anstieg ganz normal – und keinesfalls als Zeichen für ein Ende der Rallye zu werten. Große Adressen kaufen mittlerweile … mehr