Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Überraschung!

Die Barrick-Tochter Acacia war lange Zeit das Sorgenkind des Unternehmens. Der Steuerstreit in Tansania hat Acacia zuletzt deutlich belastet. Umso überraschender kommt die Meldung heute: Acacia ist zurück in den schwarzen Zahlen. Das Unternehmen konnte sowohl in Sachen Produktion als auch in Sachen Kosten positiv überraschen.

Die Goldproduktion summierte sich im vergangenen Jahr auf 521.980 Unzen, die Kosten lagen bei 905 Dollar je Unze. Die Prognose für das laufende Jahr bewegt sich in ähnlichen Bahnen. Acacia rechnet für 2019 mit einer Produktion von 500.000 bis 550.000 Unzen zu Kosten von 860 bis 920 Dollar je Unze. Das EBITDA für das vergangene Jahr summiert sich auf 48 Millionen Dollar.

Acacia steigt

Die Aktie von Acacia hat seit der Übernahme von Randgold durch Barrick Gold rund 50 Prozent an Wert gewonnen. Der Wertzuwachs beruht vor allem auf der Hoffnung der Anleger, dass Mark Bristow, der neue CEO von Barrick Gold, der in Afrika extrem gut verdrahtet ist, eine Einigung im Streit mit der Regierung von Tansania herbeiführen kann. Das wäre sicherlich im Interesse aller: Bristow hatte sich auch kürzlich dahingehend geäußert, dass er auf eine Einigung hinarbeiten will.

Acacia befindet sich nach wie vor mehrheitlich im Besitz von Barrick Gold. Bristow hatte mit Blick auf den doch arg gedrückten Aktienkurs von Acacia sogar eine Komplettübernahme erwogen. Doch eigentlich war es das Ziel von Barrick, die verbliebenen Anteile an Acacia zu veräußern. In der aktuellen Lage ist das aber praktisch nicht möglich. Von daher wirkt sich die positive Überraschung bei Acacia auch auf die Bilanz von Barrick Gold aus. Eine positive Begleiterscheinung.

Barrick Gold dürfte heute dennoch unter Druck stehen. Der Goldpreis knickt aktuell rund zehn Dollar ein. Vor allem der wieder stärkere Dollar lastet auf dem Edelmetall- Die Konsolidierung ist aber nicht dramatisch und kommt praktisch mit Ansage. Im MACD hatte sich bereits eine negative Divergenz ausgebildet, die dieses Szenario wahrscheinlich machte. Der Goldpreis muss auch Kraft sammeln, um den Anstieg über 1.366 Dollar bewältigen zu können.

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