Barrick Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Barrick Gold: Strafe in zweistelliger Millionenhöhe

Die chilenischen Behörden haben gegen Barrick Gold die mögliche Höchststrafe verhängt. Der Goldproduzent soll gegen mehrere Umweltauflagen auf dem Pascua-Lama-Projekt verstoßen haben.

Dem Bergbauprojekt Pascua-Lama von Barrick Gold in den Anden ist wegen schwerer Umweltvergehen ein Strafgeld von umgerechnet 12,7 Millionen Euro auferlegt worden. Damit haben die chilenischen Behörden die ihnen mögliche Höchststrafe verhängt. Außerdem ordneten die Umweltbehörden am Freitag den Stopp der Arbeiten am Tagebau an, bis eine Reihe von beanstandeten Problemen behoben worden sind, wie der Rundfunksender Radio Cooperativa berichtete. So soll beispielsweise das komplette Wassermanagement-System auf dem Pascua-Lama-Projekt fertig gestellt sein. Das von dem kanadischen Unternehmen Barrick Gold betriebene Projekt wollte dieses Jahr mit der Goldgewinnung beginnen. Das Unternehmen kündigte umgehend an, es sei bereit, die Vorlagen zu erfüllen. Die Klage gegen Barrick war von Eingeborenen-Gemeinden eingereicht worden, weil angeblich unterirdische Gewässer des Estrecho-Flusses mit Arsen, Aluminium, Kupfer und Sulfaten verschmutzt worden seien. Zudem soll das Minenprojekt den Fluss austrocknen. Die Eingeborenen benötigen den Fluss zu Bewässerung ihrer Farmen.

News bereits eingepreist

Der Kurs von Barrick Gold zeigte indes keine Reaktion auf die Meldung. Die Aktie war bereits in den vergangenen Monaten deutlich unter die Räder gekommen. Die negativen Meldungen sowie der zuletzt ebenfalls schwache Goldpreis dürften damit eingepreist sein. Zuletzt hatte der Konzern seine langfristige Strategie verkündet: „Profitabler zu sein ist besser als groß zu sein." Demnach soll der Fokus der Kanadier, die derzeit Eigentümer oder Teilhaber an 27 Minenprojekten sind, vor allem auf die großen, hochprofitablen Projekte gelegt werden. Die weniger bedeutenden und vor allem weniger ertragreichen Produktionsstätten sollen abgestoßen werden.

Anleger können sich auf dem aktuellen Niveau ein paar Stücke ins Depot legen. Mit einem KGV von 6 und einer Dividendenrendite von mehr als vier Prozent erscheint der Titel äußerst attraktiv. Sollte auch dem Goldpreis die Trendwende gelingen - derzeit notiert die Feinunze 0,8 Prozent im Plus bei knapp 1.400 Dollar - dürfte die Aktie schon bald wieder deutlich höher notieren.

Mit Material von dpa-AFX.

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