Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Kaufen – oder doch nicht?

Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold ist so günstig wie seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr. Das Papier hat in den vergangenen Tagen die Talfahrt noch einmal beschleunigt und zusätzliche 20 Prozent an Wert verloren. Der Hauptschuldige ist schnell gefunden: der niedrige Goldpreis. Doch die Probleme gehen tiefer.


Das liest sich auf den ersten Blick nach einer verlockenden Einstiegschance: Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold ist in US-Dollar gerechnet so günstig wie seit einem Viertel Jahrhundert nicht mehr. Zumindest auf den ersten Blick. Das Unternehmen ist freilich mittlerweile mehr wert. Das liegt vor allem daran, dass sich die Aktienanzahl durch zahlreiche Kapitalmaßnahmen mittlerweile vervielfacht hat. Doch lohnt der Einstieg wirklich?

Verkäufe werden schwieriger


Barrick leidet wie alle Goldproduzenten unter dem niedrigen Goldpreis. Doch Barrick leidet doppelt. Zum einen schwinden die Margen durch den jüngsten Rutsch bei dem gelben Metall. Zum anderen wird Barrick Probleme bekommen, im augenblicklichen Umfeld die erhofften Erlöse aus den Asset-Verkäufen zu generieren. Barrick will bis Jahresende drei Milliarden Dollar Schulden reduzieren. Der Großteil davon soll aus den Verkäufen von Minen stammen, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören. Erste Erfolge konnte der Konzern in Australien und auch in Papua-Neuguinea bereits verzeichnen. Doch wie viel sind andere Konzerne bereit, im derzeitigen Umfeld für Gold- oder Kupferminen zu bezahlen? Sicherlich lässt die Investitionsbereitschaft mit sinkenden Edelmetallpreisen nach. Dazu kommt: Gelingt es Barrick wirklich, angesichts des neuerlichen Rutsches beim Goldpreis, einen positiven Free-Cash-Flow zu erwirtschaften? Auch der wäre wichtig, um das Ziel, die Schulden um drei Milliarden Dollar zu reduzieren, zu erreichen.

Es gibt derzeit viele Unsicherheiten. Der Chart spricht eine deutliche Sprache: Finger weg von der Aktie. Auch wenn der Absturz auf den ersten Blick übertrieben sein mag, so kann die Börse durchaus noch weiter irrational bleiben. Das betrifft zum einen die Aktie von Barrick Gold, aber auch den Goldpreis. Ein Einstieg drängt sich auch auf dem deutlich gedrückten Niveau nicht auf.


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  • Kurt Gerster -
    Der Boden ist erreicht, wenn alle Short sind und selbst die letzten Optimisten aus dem Markt. Sie, Herr Busler, sind sicher ein "Hardcore Optimist". Aber so langsam schwindet die Zuversicht auch bei Ihnen. Sollte ich da schon mal die TANs bereitlegen?

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| Markus Bußler | 0 Kommentare

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