- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold, Freeport McMoRan & Co: Der Kupferschock

Der Aufwärtsrend fand ein jähes Ende: Im vergangenen Jahr noch waren die Industriemetalle die Überflieger an den Rohstoffmärkten. Doch im laufenden Jahr war mit Kupfer, Nickel und Co kein Blumentopf zu gewinnen. In den vergangenen Wochen stürzten die Notierungen sogar ab. Warum eigentlich?

Der erste Blick fällt natürlich auf Trump und seine Strafzölle. Würde Trump wirklich Strafzölle auf Waren erwägen und China nachziehen, dann könnte dies zu einem Handelskrieg führen. Und ein solcher würde aller Voraussicht nach die Weltwirtschaft belasten. Waren würden teurer, die Nachfrage nachlassen, also würden auch weniger Rohstoffe benötigt. Das ist sicherlich ein Grund. Doch eine wirkliche Erholung gab es auch nicht, als diese Angst allmählich wieder aus dem Markt wich.

Es gibt aber etwas, das unter dem Radar der meisten Anleger fliegt. Die Währungsseite. Die chinesische Währung hat in den vergangenen Tagen deutlich abgewertet. Der Renminbi verlor von seinem Jahreshoch mittlerweile mehr als sieben Prozent an Wert. Das bedeutet aber auch: Die in Dollar gehandelten Rohstoffe verteuern sich in China. Nun ist China mit Abstand der größte Nachfrager bei Industriemetallen. Über 40 Prozent der Nachfrage nach Kupfer stammt aus China. Angesichts der Abwertung des Renminbi dürften sich chinesische Käufer aktuell etwas zurückhalten.

Im Moment kämpft der Kupferpreis mit reichlich Gegenwind. Doch die Kupferaktien wie Freeport McMoRan halten sich noch erstaunlich gut, bedenkt man den Rückgang bei Kupfer. Da gilt auch für Barrick Gold. Der weltgrößte Goldproduzent musste kürzlich seine Prognose für die Kupfersparte senken. Charttechnisch ist bei Kupfer größerer Schaden entstanden. Doch das Ganze scheint vor allem durch politische Entscheidungen und Währungseinflüsse getrieben zu sein. Deshalb sollten Anleger nicht in Panik ausbrechen. Der Rauch sollte sich bald wieder legen. Kupfer ist auch technisch mittlerweile reif für eine Gegenbewegung.

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