Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Ein Lebenszeichen

Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold sendet ein Lebenszeichen: Nachdem das Papier Ende vergangener Woche im Vorgriff auf das Goldreferendum in der Schweiz gehörig unter die Räder gekommen ist, konnte die Aktie im gestrigen US-Handel wieder deutlich Boden gut machen. Vor allem der Rebound beim Goldpreis hat die Aktie beflügelt.

Der Rebound beim Goldpreis wiederum dürfte von einem schwächeren Dollar und der Lockerung der Importbeschränkungen für Gold durch Indien ausgelöst worden sein. Dazu dürften einige nach den deutlichen Abschlägen zum Handelsauftakt nach dem „Nein“ der Schweizer zur Goldinitiative gestern ihre Short-Positionen eingedeckt haben. Als sich der Aufwärtstrend dann verfestigt hat, sahen sich sicher einige andere Short-Seller genötigt, weitere Positionen einzudecken.

Wo bleibt das Wachstum?
Dennoch: Die Bäume wachsen nicht in den Himmel bei Barrick Gold. Das Unternehmen kämpft noch immer mit einer Schuldenlast von über zehn Milliarden Dollar. Und das dürfte das Wachstum bremsen. Zwar hat man in den vergangenen Monaten die Kosten unter Kontrolle gebracht. Aber das geschah vor allem durch den Verkauf von Minen, die über Produktionskosten verfügen. Mit anderen Worten: Barrick Gold hat sich kostenseitig gesund geschrumpft. Freilich, die Frage, die sich viele Marktteilnehmer stellen: Woher soll das Wachstum kommen. Der Spielraum für Akquisitionen ist angesichts des Schuldenstandes gering.

Eine Lösung: Pascua Lama. Das riesige Projekt im chilenisch-argentinischen Grenzgebiet wurde von Barrick Gold auf Eis gelegt – nachdem man bereits über fünf Milliarden Dollar in das Projekt investiert hat. Die Probleme mit Umweltschutzauflagen, der Bevölkerung und mit den Regierungen hat man unterschätzt. Dennoch könnte Pascua-Lama die Lösung für viele Probleme bei Barrick Gold sein. Die Produktionskosten wären niedrig, die Lebenszeit hoch. Doch allein wird sich Barrick Gold wohl nicht mehr an das Projekt wagen. Ein Partner soll her. Möglicherweise aus China. Gelingt es tatsächlich, einen finanzstarken Partner für ein Joint Venture für Pascua Lama gewinnen, könnte das für den Aktienkurs ein Katalysator sein. Dann wären deutlich höhere Kurse gerechtfertigt. Sehene Sie zum Thema Gold auch folgendes Video.

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| Tamara Bauer | 0 Kommentare

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