Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Das Schlachtschiff wendet

Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold hat trotz schwacher Quartalszahlen zuletzt deutlich zulegen können. Auch aus charttechnischer Sicht hat sich die Lage gebessert. Zwar konnten in der zweiten Reihe einige Werte noch deutlichere Zuwächse verzeichnen. Doch auch bei Barrick ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

So äußert sich ein Analyst von Sterne Agee zuletzt positiv zu Barrick Gold zu Wort. Es sei, als wolle man ein Schlachtschiff auf einem kleinen Platz wenden, sagt er. Das sei schwierig. Doch zumindest sei ein Fortschritt zu erkennen. Dabei lobt der Analyst vor allem den freien Cashflow des Unternehmens und die erhöhte finanzielle Flexibilität. Zudem habe der Vorstand zuletzt die Nettoverschuldung um 20 Prozent reduzieren können. In den nächsten zwei Jahren würden zudem nur 300 Millionen Dollar fällig.


Sicherlich hat auch die hohe Kapitalerhöhung im November vergangenen Jahres dazu beigetragen, dass sich die bilanzielle Lage bei Barrick deutlich verbessert hat. Allerdings dürfte genau diese Kapitalerhöhung nach Ansicht des AKTIONÄRs auch der Grund für die im Vergleich zu dem einen oder anderen Goldwert aus der zweiten Reihe schwächere Entwicklung sein. Die Aktien wurden damals in einem so genannten „bought deal“ abgegeben. Sprich, sie wurden als Paket bei einem Bankenkonsortium platziert, das die Aktien wiederum weitergab an institutionelle Investoren. Da die Stimmung für Gold im November extrem negativ gewesen ist und die Aktie von Barrick rasch unter den Platzierungspreis abgerutscht ist, dürfte durchaus noch ein Überhang bei den Konsortialbanken bestehen. Die zurzeit steigenden Kurse könnten durchaus zu kleineren Platzierungen genutzt worden sein. Dieser Druck sollte jedoch in den kommenden Wochen nachlassen. Und der Weg für die Barrick-Aktie dürfte dann endgültig frei sein. DER AKTIONÄR rät investierten Anlegern, an Bord zu bleiben. Auch für einen Neueinstieg ist es noch nicht zu spät.

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