Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Das Blut steht auf der Straße

Black Wednesday für die Goldminenaktien. Die Papiere nahezu aller Goldproduzenten sind gestern deutlich abgestürzt. Egal ob die großen wie Barrick, Newmont oder Yamana oder auch die mittleren Produzenten wie B2Gold, Detour oder auch Endeavour – fast überall standen zweistellige prozentuale Minuszeichen zu Buche. Und der Druck hält an.

Die große Frage ist: Woher kommt der Druck auf die Minenaktien. Auf den ersten Blick fällt einen natürlich Gold ein. Das Edelmetall ist gestern ebenfalls unter Druck geraten. Dennoch ist ein Minus von 0,9 Prozent bei Gold sicher kein Grund für einen derartigen Abverkauf bei den Minenaktien. Vielmehr dürften es deutliche Gewinnmitnahmen vor der Ansprache von Janet Yellen in Jackson Hole am Freitag sein.

Selbsterfüllende Prophezeiung

Anleger fürchten, Yellen könnte sich in Richtung Zinsanhebung äußern – und das könnte Gold unter Druck bringen. Das wiederum würde dann zu einem Einbruch bei Goldminenaktien führen. Und die Investoren wollten offensichtlich einer solchen Bewegung zuvor kommen. Das Ergebnis ist offensichtlich – die Minenaktien sind eingebrochen. Und das ganze wurde zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Mittlerweile sind aus technischer Sicht viele wichtige Indikatoren wie der RSI in den überverkauften Bereich bei den Minenaktien gedreht. Zwar kann der Druck noch etwas anhalten. Dennoch sollte in den kommenden Tagen eine Gegenbewegung einsetzen. Und vielleicht gilt mit Blick auf die Yellen-Rede das, was so oft gilt: Sell the rumor buy the fact.

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