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Barrick Gold – Q1 top, Q2 Flop ?

Es wird spannend: Der weltgrößte Goldproduzent Barrick Gold wird am kommenden Mittwoch die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Die Zahlen dürften schwächer ausfallen als im ersten Quartal. Die Differenzen in Tansania und Argentinien werden sich auch in den Zahlen des zweiten Quartals widerspiegeln.

Die Barrick-Tochter Acacia Mining fördert in drei Minen im Nordwesten Tansanias Gold und Kupfer. Obwohl Acacia der größte Arbeitgeber der Region ist und mehr als 30 000 Arbeitsplätze in die Prozesse des Unternehmens eingebunden sind, stoppte die Regierung Tansanias den Export von Gold und Kupferkonzentrat abrupt Anfang März dieses Jahres. Tausende Einheimische bangten um Ihre Jobs und Existenzen und die Aktie von Acacia rauschte 20 Prozent in den Keller. Da Barrick Gold mit 64 Prozent Hauptanteilseigner von Acacia ist, kam auch die Barrick-Aktie unter Druck und verlor knappe zwölf Prozent an Wert binnen weniger Tage. Drei Monate später wurden erste Gespräche geführt, um eine zeitnahe Aufhebung des Exportstopps zu bewirken. Schlussendlich wurde am 1. Juli ein neues Gesetz verabschiedet, welches höhere Gebühren auf den Export von Gold- und Kupferkonzentrat vorsieht. Das wird Barrick zirka 20 Millionen Dollar kosten. Bei einem Umsatz von knapp zwei Milliarden Dollar ist aber noch eine verschmerzbare Summe.

Frisches Geld für den Konzern

Barrick verkaufte zuletzt 50 Prozent der Veladero-Mine in Argentinien an Shandong Gold und dies spülte knapp eine Milliarde Dollar in die Kassen von Barrick. Dieses Geld soll primär dazu verwendet werden, um Schulden abzubauen. Mit diesem Verkauf wurde der erste von drei Punkten aus dem Kooperationsvertrag der beiden Unternehmen realisiert. Nun folgt die gemeinsame Erforschung des Pascua-Lama Gebiets. Schlussendlich sollen zusätzliche Investitionsmöglichkeiten für den El Indio Gold Belt, an der Grenze zwischen Argentinien und Chile, bewertet werden. Hier verspricht man sich einige Weltklasseprojekte und Minen mit sehr guten Perspektiven zu finden.

Die Barrick-Aktie arbeitet derzeit an einer Bodenbildung. Das Papier bleibt auch eine Spekulation auf eine Erholung des Goldpreises im zweiten Halbjahr. In den vergangenen Quartalen hat Barrick die Schulden sukzessive gesenkt und ist heute bilanziell in einer besseren Verfassung als noch vor zwei Jahren. Ende 2018 will Barrick die Nettoschulden auf rund fünf Milliarden Dollar senken. Für mutige Anleger bietet sich eine attraktive Kaufgelegenheit.

 

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