Banco Espirito Santo
- Thorsten Küfner - Redakteur

Banco Espirito Santo: Was für eine Woche

Die Banco Espirito Santo (BES) bleibt derzeit eine der spannendsten Aktien in Europa. Dies wurde auch in der Vorwoche wieder eindrucksvoll belegt. Schon am vergangenen Wochenende wurde bekannt gegeben, was sich über Wochen hinweg angedeutet hatte: Die Mutter Espirito Santo International Group ist pleite. Der Kurs der BES hielt sich im Zuge dieser Meldung relativ robust.

Am Dienstag versuchte die Zentralbank Portugals die Marktteilnehmer und vor allem die Sparer zu beruhigen und erklärte: "Das Geldhaus hat mehr als genügend Kapitalreserven, um selbst in der ungünstigsten Lage mögliche Einbußen aufzufangen."

Am Mittwoch glückte der Aktie dann endlich wieder einmal ein kräftiger Kurssprung. Verantwortlich hierfür waren vor allem zwei gute Meldungen.

Ernüchterung am Ende der Handelswoche

Am darauffolgenden Tag wurde bekannt, dass der langjährige Konzernchef Ricardo Salgado festgenommen wurde. Und am Freitag musste die BES-Aktie allerdings wieder einen Großteil der vorangegangenen Kursgewinne wieder abgeben. Mit der wenig überraschenden Pleite des Großaktionärs Espirito Santo Financial Group dürfte dies aber eher wenig zu tun gehabt haben.

Nur für Mutige

DER AKTIONÄR rät weiterhin mutigen Anlegern bei den Papieren der BES zuzugreifen. Die Chancen dürften wegen der niedrigen Bewertung die Risiken weiterhin übersteigen. Für konservative Anleger bleibt die Aktie hingegen nach wie vor ungeeignet.

 

 

 

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