Union Pacific
- DER AKTIONÄR

Bahn brechend

Jahrelang hatte die Eisenbahnbranche mit einem angestaubten Image zu kämpfen. Im Zuge der immer höher werden Treibstoffpreise ist die Bahn jedoch wieder in den Vordergrund des Interesses gerückt. Vor allem auf längeren Strecken werden immer mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert.

Nach jahrelanger Flaute ist die Bahnbranche auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Anleger sollte aufspringen, bevor der Zug abgefahren ist.

Jahrelang hatte die Eisenbahnbranche mit einem angestaubten Image zu kämpfen. Im Zuge der immer höher werden Treibstoffpreise ist die Bahn jedoch wieder in den Vordergrund des Interesses gerückt. Vor allem auf längeren Strecken werden immer mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert. Zum Vergleich: Mit einer Gallone Diesel kann eine Lokomotive eine Tonne Fracht im Schnitt über 200 Meilen transportieren, ein Sattelschlepper würde damit nicht einmal ein Drittel so weit kommen. Des Weiteren profitiert der Sektor vom wachsenden Interesse an Rohstoffen, da diese entsprechend transportiert werden müssen. Insbesondere in den USA gewinnt der Schienenverkehr außerdem durch die wachsende Nachfrage nach asiatischen Importen. Die amerikanischen Seehäfen durchlaufen Jahr für Jahr Millionen von Containern voller Güter aus Asien. Das Investmenthaus Merrill Lynch erwartet deswegen für die gesamte Branche für 2006 im Schnitt eine Steigerung des Ertrags von 23 Prozent.

Deutliches Wachstum

Ein Profiteur dieser Entwicklung ist die größte US-Eisenbahngesellschaft Union Pacific. Erstmals seit Jahrzehnten konnte das Unternehmen durch das Anschwellen der Handelsströme sowie die zunehmenden Kapazitätsengpässe in der Transportindustrie wieder Preiserhöhungen durchsetzen. Auch die gestiegenen Treibstoffpreise konnten damit auf die Kunden umgelegt werden. Im Gesamtjahr 2005 kletterten die Umsätze um elf Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar, der Gewinn stieg sogar um 70 Prozent auf 1,03 Milliarden Dollar oder 3,85 Dollar je Aktie. Sondereffekte ausgeklammert ergab sich ein Plus von 3,41 Dollar pro Anteilschein. Damit konnte Union Pacific die Erwartungen der Analysten von 3,29 Dollar klar schlagen. Derweil ist das Unternehmen bereits wieder erfolgreich in das laufende Jahr gestartet. Im ersten Quartal hat das Unternehmen seinen Nettogewinn um 143 Prozent gesteigert. Mit einem KGV für 2007 von 14 ist Union Pacific dabei noch moderat bewertet.

Fazit

Die Bahnbranche steht vor einem großen Comeback. Insbesondere das wachsende Güteraufkommen sowie der hohe Ölpreis dürften erheblich dazu beitragen, dass die Gewinne sprudeln. Union Pacific dürfte als größte US-Eisenbahngesellschaft davon in besonderem Maße profitieren. Anleger sollten sich deswegen auf dem aktuellen Niveau ein paar Stücke ins Depot legen.

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