Axel Springer
- Jochen Kauper - Redakteur

Axel Springer setzt zum Sprung an

Der Axel Springer-Konzern profitiert digitalen Boom. Die steigende Nachfrage nach Tablets wie zum Beispiel das iPads werden die Gewinne in den nächsten Jahren weiter beflügeln. Der Aufwärtstrend der Aktie ist intakt. Ein neues Kaufsignal steht unmittelbar bevor.

"Unsere digitalen Medien wachsen unverändert dynamisch." Damit gibt sich Axel Springer-Vorstand Mathias Döpfner jedoch nicht zufrieden. Der weitsichtige Manager will mehr. Peu a peu baut Döpfner das Angebot des Verlagshauses weiter aus. Zuletzt mit dem iKIOSK. Erstmals bietet Axel Springers im iKIOSK auch Titel von Drittverlagen an. Darunter fallen zum Beispiel die digitalen Ausgaben von Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, taz, oder der Wirtschaftswoche. Zusammen mit den eigenen Zeitungen und Zeitschriften stellt Axel Springer damit rund 100 verschiedene Titel innerhalb einer Anwendung auf dem iPad zur Verfügung.

Alles digital

Mit dem iKIOSK will der Springer-Konzern seine kostenpflichtigen, digitalen Inhalte weiter voran treiben. Diese waren es, die zuletzt das Geschäft stark beflügelt haben. Der Springer-Konzern profitierte vornehmlich von der guten Entwicklung der Inhalte-Portale oder der Online-Marktplätze. Hervorzuheben ist allerdings auch die Entwicklung bei den inländischen Zeitungen und Zeitschriften: „Besonders erfreulich entwickelten sich unsere inländischen Zeitschriften, die beweisen, dass man im Printgeschäft nach wie vor die Profitabilität steigern kann", so das Fazit des Konzernlenkers Döpfner. Aktuelle Studien gehen sogar davon aus, dass sich die Zahl der Tablets in Deutschland von rund 2,5 Millionen in drei Jahren auf zehn Millionen vervierfachen wird. Für Axel Springer wäre das ein lukratives Geschäft.

Aufwärtstrend intakt

Axel Springer hat frühzeitig auf den Trend hin zu den digitalen Medien gesetzt - und das sehr erfolgreich. Die Digitalisierungsstrategie trägt bereits erste Früchte. Die Hebelwirkung ist enorm, hat der Konzern im Bereich „Digital" doch eine weitaus günstigerer Kostenstruktur als im Printbereich. Die Gewinne sollten also in den nächsten Jahren gut zulegen. Die Aktie knüpft an der hervorragenden Geschäftsentwicklung an. Innerhalb der letzten Woche hat das Papier rund zehn Prozent zugelegt. Mit dem Sprung über den horizontalen Widerstand bei 34 Euro würde ein Kaufsignal generiert und der Aufwärtstrend mustergültig fortgesetzt. Das mittelfristige Kursziel liegt bei 42 Euro.

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