Axel Springer
von Steffen Eidam - Redakteur

Axel Springer: Die Party geht weiter

Der Verkauf der wichtigsten Printmedien hat bei Axel Springer ein Kursfeuerwerk ausgelöst. Viele Analysten sehen auch auf dem gehobenen Kursniveau noch viel Potenzial für die Titel.

Knapp eine Milliarde Euro spült der Verkauf der Regionalzeitungssparten wie der „Berliner Morgenpost" und dem „Hamburger Abendblatt" in die Kassen von Axel Springer. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung. Heute legt die HSBC nach.

Unumgänglicher Schritt

An der Börse wurde die Nachricht über den Verkauf der wichtigen Printmedien mit einem Kurssprung honoriert. Für Großaktionärin Friede Springer war dieser Schritt zwar schmerzhaft aber dennoch unumgänglich. "Auch wenn ich die Entwicklung des Marktes sehe und die logischen Konsequenzen, die sich daraus für uns als Zeitungshaus ergeben, fallen mir solche Entscheidungen ungemein schwer", sagte Springer der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Angesichts des Branchentrends sei die Trennung von Titeln wie "Hörzu", "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" aber unumgänglich.

HSBC sieht Potenzial

Die britische Investmentbank HSBC hat Axel Springer mit Blick auf den Zeitungsverkauf an die Funke Mediengruppe (WAZ) von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 37 auf 47 Euro angehoben. Es sei wohl eine einmalige Gelegenheit, jemanden zu finden, der für die Altlasten des Printgeschäfts das Zehnfache des operativen Ergebnisses (EBITDA) zu zahlen bereit sei, schrieb Analyst Christopher Johnen in einer Studie vom Montag. Aus seiner Sicht gibt es wirklich kaum etwas, das an diesem Geschäft missfallen könnte.

Beruhigung abwarten

Die Neuausrichtung von Axel Springer wird an der Börse bejubelt. Investierte Anleger können sich daher entspannt zurücklehnen und die Gewinne laufen lassen. Bis zum Kursziel von 46 Euro hat die Aktie immer Luft nach oben. Für einen Neueinstieg sollte aber erst eine Beruhigung der Lage abgewartet werden. Anleger mit Geduld platzieren ein Abstauberlimit bei 37 Euro.

| Stefan Sommer | 0 Kommentare

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