Axel Springer
- Nikolas Kessler - Redakteur

Axel Springer: Darum steigt die Aktie heute um 13 Prozent

Die Aktie von Axel Springer schießt am Mittwochmorgen um bis zu 13 Prozent nach oben. Grund ist ein Übernahmeangebot der US-Beteiligungsgesellschaft KKR. Über entsprechende Verhandlungen war im Vorfeld bereits berichtet worden. Das konkrete Angebot verleiht der Aktie nun aber erneut kräftigen Rückenwind. Das müssen Anleger jetzt wissen.

Der Medienkonzern Axel Springer will sich wie erwartet den US-Finanzinvestor KKR an Bord holen. Die Amerikaner legen ein Übernahmeangebot vor und wollen zusammen mit der Großaktionärin Friede Springer und dem Vorstandschef Mathias Döpfner die Gesellschaft kontrollieren, wie die Parteien am Mittwoch in Berlin und Luxemburg mitteilten.

Friede Springer und Mathias Döpfner halten gemeinsam 45,4 Prozent der Anteile, KKR strebt eine Mindestannahmequote von 20 Prozent an. KKR bietet dafür 63 Euro je Springer-Aktie in bar. Das entspricht einem Aufschlag von rund 12,5 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag.

Dass die Beteiligungsgesellschaft über einen Einstieg bei dem Konzern verhandelt, war bereits bekannt und hatte bereits Ende Mai für eine regelrechte Kursexplosion gesorgt (DER AKTIONÄR berichtete). Ziel der Großaktionäre sei es, den Streubesitz komplett aufzukaufen und Axel Springer von der Börse zu nehmen.

Umsatz- und Ergebnisprognose gesenkt

Dass der Medienkonzern parallel die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr senken musste, stört angesichts des Übernahmeangebots niemanden. Beim Jahresumsatz geht der Konzern nun von einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus, nachdem zuvor ein Erlös auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt wurde. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte nun ebenfalls im mittleren einstelligen Prozentbereich sinken, statt auf Vorjahresniveau zu bleiben.

Zudem werde die Wachstumsstrategie 2020 zu einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses gegenüber dem laufenden Jahr führen, erst in den Jahren danach erwartet das Management Besserung. Zur Begründung verwies das Unternehmen ferner auch auf eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung und die Einführung einer Digitalsteuer in Frankreich.

Verlockendes Angebot – AKTIONÄR-Empfehlung geht auf

Das Angebot von KKR zu 63 Euro je Aktie erscheint verlockend – zumal Springer vor den Übernahmespekulationen weder operativ noch charttechnisch überzeugen konnte. Wer der Kaufempfehlung des AKTIONÄR in der aktuellen Ausgabe (24/2019) gefolgt ist, kann sich jetzt über schnelle 13 Prozent Gewinn freuen.

Mit Material von dpa-AFX.

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