Advanced Vision Tech
- Werner Sperber - Redakteur

AVT und Praktiker im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Zukunftswerte bittet um Aufmerksamkeit: Die Aktie von Advanced Vision Technologies ist extrem unterbewertet. Der Anlegerbrief performaxx baut trotz aller Risiken auf die Baumarktkette Praktiker.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten von Zukunftswerte erklären: Die Aktie von Advanced Vision Technologies (AVT) ist sehr stark unterbewertet und dennoch bewegt sich der Kurs seit Monaten kaum. Der Nett-Barbestand ist jüngst wieder deutlich gestiegen, die Bilanz ist mit einer Eigenkapitalquote von 64 Prozent stark und die Gewinnlage gut. Auf Basis des Ziels des Vorstands von einem Gewinn zwischen 4,0 und 4,5 Millionen Dollar für das laufende Jahr beträgt das KGV lediglich weniger als 7. Zudem ist der Buchwert nur etwas höher als der Börsenwert und die Hälfte des Börsenwertes ist mit Netto-Guthaben unterlegt. Vor diesem Hintergrund dürfte das Geschäft des israelischen Konzerns auch laufen, wenn sich die allgemeine wirtschaftliche Lage verschlechtert, wie derzeit zu erwarten ist. Doch die im Mai abgehaltene Druck-Branchenmesse Drupa dürfte bei AVT für eine gute Auftragslage sorgen. Was für steigende Aktienkurse fehlt, ist nur mehr die Aufmerksamkeit der Anleger für das Unternehmen, das sich auf Inspektionssysteme für die Druckindustrie spezialisiert hat. Dafür könnte AVT mit weiterhin guten Quartalszahlen sorgen und mit dem Beginn der Zahlung von Dividende. Vorstandsvorsitzender Shlomo Amir hat bereits vor Monaten angedeutet, neben einem Firmenzukauf könnte das Geld des Konzerns auch für eine Dividende ausgegeben werden. Da die Anleger dennoch noch nicht mit einer Ausschüttung rechnen, dürfte eine solche Nachricht den Aktienkurs deutlich steigen lassen. Anleger sollten die Anteile bis zu Notierungen von 4,60 Euro kaufen. Der "faire Wert" der Aktie beträgt 7,50 Euro.

Der Anlegerbrief performaxx: Ein Schnäppchen, wenn die Sanierung gelingt    

Das ganze Ausmaß der Not bei der Praktiker AG ist dadurch dokumentiert worden, dass der US-Fonds Anchorage der einzige Investor war, der Geld in die Gesellschaft stecken wollte. Für die Bereitstellung von 85 Millionen Euro verlangt Anchorage 15 Prozent Zinsen und darüber hinaus die Anteile der gut laufenden Tochterfirma Max Bahr als Sicherheit. Die als Aktionär beteiligte österreichische Privatbank Semper Constantia arbeitete gleichzeitig, zunächst gegen den Willen das alten Vorstands, an einem alternativen Konzept und hat sich damit Ende September, kurz vor einer Insolvenz, durchgesetzt. Auf Vermittlung der Bank erhält Praktiker von Investoren Fremdkapital in Höhe von 55 Millionen Euro, weitere 20 Millionen Euro werden von einem Kreditinstitut zur Verfügung gestellt, sobald die Kapitalerhöhung platziert worden ist. Das ist noch in diesem Jahr geplant. Der Konzern will voraussichtlich rund 55 Millionen Aktien zu 1,08 Euro ausgeben und so 60 Millionen Euro einnehmen. Die Transaktion wurde von zwei Investoren zu zwei Dritteln garantiert, so dass die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss nach Ansicht der Experten des Anlegerbriefes performaxx sehr gut sind. Die Pleite der Praktiker AG ist zumindest vorläufig abgewendet. Daraufhin hat der Aktienkurs der Baumarktkette bereits deutlich zugelegt. Die Zahlen für das dritte Quartal enttäuschten und auch die geplante Kapitalerhöhung dürfte die Notierung belasten. Um den Abwärtstrend zu stoppen, werden nun 120 Praktiker-Märkte in höherwertige Filialen von Max Bahr umgewandelt. Dadurch soll der Umsatz steigen, vor allem aber die Gewinnspannen. Die übrigen Einheiten von Praktiker werden noch stärker als günstigster Baumarkt positioniert. Wenn diese Strategie aufgeht und der Konzern endlich angemessene Renditen erwirtschaftet, ist der derzeitige Kurs der Aktie von Praktiker ein Schnäppchenpreis. Selbst nach einer Kapitalerhöhung beträgt der Börsenwert nur 170 Millionen Euro. Das würde ein KUV von 0,05 für dieses Jahr bedeuten.

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