Apple
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Auto 2.0: Wettbieten zwischen Apple, BMW, Audi und Facebook?

Der Verkauf der Navisparte von Nokia Here sorgt für viel Wirbel. Nun gibt es neue Spekulationen. Nokia versucht laut Kreisen, das Interesse an seiner Kartensparte bei Apple , Amazon und dem chinesischen Internet-Riesen Alibaba zu wecken. Der finnische Konzern wolle beim Verkauf des Bereichs mit dem Markennamen Here mehr als drei Milliarden Euro einnehmen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. Im Rennen seien auch Facebook , eine Gruppe deutscher Autobauer sowie Finanzinvestoren, hieß es weiter unter Berufung auf informierte Personen.

Dem Manager Magazin zufolge bieten BMW, Audi und Daimler gemeinsam für Here. Nokia hatte die detaillierten digitalen Karten auch speziell mit Blick auf die Autobranche entwickelt und wollte ins Geschäft mit selbstfahrenden Fahrzeugen kommen. Inzwischen änderte sich jedoch der Fokus: Nokia will sich auf das Kerngeschäft als Netzwerk-Ausrüster konzentrieren. Dafür wird der Konkurrent Alcatel-Lucent übernommen.

 

 


Auch Baidu und Uber

Nokia habe auch den chinesischen Internet-Konzern Baidu, den US-Radiobetreiber Sirius XM sowie den Elektronik-Konzern Harman als mögliche Käufer der Karten-Sparte angesprochen, schrieb Bloomberg. Auch der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber wurde bereits genannt. Die erste Runde der Gebote stehe Ende kommender Woche an, hieß es.


Nun rückt auch TomTom, die Niederländer hatten Nokia Here zuletzt VW als Großkunden abgejagt, in den Fokus. DER AKTIONÄR hatte darauf hingewiesen, dass für Autonomes Fahren intelligente Navigationskarten wie die von TomTom entscheidend werden. (siehe auch:"Albtraum Apple"). Bereits 2006 gab es Gerüchte, Microsoft sei an den Niederländern interessiert. 2012 machten Spekulationen die Runde, dass Apple seinen Kartenpartner TomTom schlucken könnte.
Mehr zu TomTom und Nokia lesen Sie in der aktuellen Ausgabe.

(mit dpa-AFX)

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