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Ausverkauf an Wall Street

Der Weltleitindex Dow Jones setzte um 111,95 Punkte oder 1,05 Prozent auf 10.505,83 Zähler zurück, der marktbreite Standard & Poor's 500 Index um 10,25 Punkte oder 0,86 Prozent auf 1.177,45 Punkte. Wenig Versteckmöglichkeiten gab es auch im Technologiesektor: Der Nasdaq Composite schloss 21,97 Punkte oder 1,05 Prozent niedriger bei 2.070,56 Punkten.

Auslöser für die heftigen Verluste waren negative Meldungen vom Rohstoffmarkt, wo der Preis für das Barrel Rohöl erneut die Marke von 48 Dollar übersprang und bei 48,06 Dollar ein 6-Wochen-Hoch erreichte. Beobachter machen für den Preisanstieg unter anderem die gesunkenen Ölreserven der Amerikaner verantwortlich.

Vom Arbeitsmarkt gab es am Donnerstag ebenfalls wenig Gutes zu berichten. Wie die zuständigen Stellen mitteilten, stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Woche um 10.000 auf 367.000 und damit auf den höchsten Stand seit drei Monaten.

Die Nachrichten vom blendenden Geschäftsverlauf bei Apple Computer im letzten Quartal - der Konzern vervierfachte seinen Gewinn - verpufften praktisch wirkungslos. Allein die Aktien des Unternehmens verbuchten ein sattes Kursplus von 6,6 Prozent auf 69,80 Dollar. Im Tagesverlauf waren die Papiere sogar bis auf 74,42 Dollar gestiegen, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten.

Größere Sorgen bereitete den Investoren hingegen der Geschäftsausblick von General Motors. Bei dem weltweit größten Autobauer läuft es alles andere als rund, wie die letzten Prognosen zeigen. GM erwartet für 2005 einen Gewinn pro Aktie von 4 bis 5 Dollar - für 2004 wird hingegen mit einem Profit von 6,00 bis 6,50 Dollar kalkuliert. Eine Enttäuschung für die Anleger, die in einem Kursverlust von 2,8 Prozent bei 37,32 Dollar mündete.

Rund 2,7 Prozent in die Tiefe auf 25,33 Dollar ging es für die Aktien des Pharmariesen Pfizer. Die Aufsichtsbehörde FDA hatte zuvor gewarnt, dass die Werbung des Unternehmens für bestimmte Schmerzmittel irreführend sei. Celebrex, ein Medikament zur Behandlung von Arthritis, erhöht unter bestimmten Umständen zudem das Risiko von Herzbeschwerden.


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