DENISON MINES INC.
- DER AKTIONÄR

Ausstieg ade

Uran gehört derzeit wohl zu den brisantesten Rohstoffthemen, und das gleich in zweifacher Hinsicht. Denn einerseits ist Uran der "Brennstoff", der Atomkraftwerke antreibt. Und obwohl weltweit heftig über die Risiken der Atomkraft diskutiert wird, nimmt die Zahl der laufenden und geplanten Kraftwerksblöcke stetig zu. Aktuell befinden sich 441 Kernreaktoren in Betrieb; in 15 Jahren sollen es aber bereits 600 sein.

Trotz hoher Risiken werden weltweit neue Atomkraftwerke gebaut. Davon profitieren Unternehmen, die in der Uranförderung tätig sind.

Uran gehört derzeit wohl zu den brisantesten Rohstoffthemen, und das gleich in zweifacher Hinsicht. Denn einerseits ist Uran der „Brennstoff“, der Atomkraftwerke antreibt. Und obwohl weltweit heftig über die Risiken der Atomkraft diskutiert wird, nimmt die Zahl der laufenden und geplanten Kraftwerksblöcke stetig zu. Aktuell befinden sich 441 Kernreaktoren in Betrieb; in 15 Jahren sollen es aber bereits 600 sein. Damit rückt ein Ausstieg aus der Atomkraft, wie er in Deutschland verfolgt wird, auf globaler Ebene in weite Ferne. Andererseits ist Uran der Rohstoff, der in den kommenden Jahren wohl das signifikanteste Angebotsdefizit aufweisen dürfte. Experten gehen davon aus, dass allein in diesem Jahr knapp 27.000 Tonnen zu wenig produziert werden. Die weltweite Bergbauproduktion beläuft sich derzeit nämlich auf etwa 50.000 Tonnen im Jahr, die Nachfrage nach dem „heißen“ Brennstoff aber auf 77.000 Tonnen. Bis 2011, so eine Schätzung der World Nuclear Association, könnte sich die Nachfrage auf 87.000 Tonnen erhöhen. Das Angebot dürfte im gleichen Zeitraum zwar auf 61.000 Tonnen zulegen und damit prozentual stärker steigen als die Nachfrage, doch unterm Strich würde sich das Defizit nur marginal verkleinern: Es bleibt eine „Lücke“ von 26.000 Tonnen Uran. Damit dürfte auch der Uranpreis weiter steigen, obwohl er sich schon seit Anfang 2000 mehr als verfünffacht hat. Aktuell notiert er bei rund 56 Dollar je Pound (454 Gramm).

4.000 Prozent Kursgewinn

DER AKTIONÄR hat in den vergangenen Jahren frühzeitig auf den Urantrend aufmerksam gemacht und aussichtsreiche Uranaktien empfohlen. Absoluter Highflyer unter den Tipps war Paladin Resources. Seit der Erstempfehlung konnte das Papier um fast 4.000 Prozent zulegen. Solche Tipps sind umso wertvoller, wenn man bedenkt, dass Anleger, wenn sie denn im Uranmarkt tätig werden wollen, bisher ausschließlich auf Aktien von Uranunternehmen setzen mussten. Der Kauf von Futures auf den Rohstoffpreis, wie bei anderen Metallen üblich, ist nicht möglich, da der Uranmarkt reguliert ist. An dieser Praxis wird sich vorerst auch nichts ändern. Eine neue Investmentmöglichkeit öffnet nun aber Merrill Lynch. Das Finanzhaus hat ein Zertifikat aufgelegt, das zehn Aktien aus dem Uransektor beinhaltet.

Denison Mines - Aufstieg zum Globalplayer

Anleger, die auf Einzelaktien setzen wollen, bietet sich derzeit unter anderem ein Einstieg bei Denison Mines an. Das kanadische Unternehmen ist mit 25 Prozent am Midwest-Uranium-Projekt, mit 22,5 Prozent an der kanadischen Uranmühle McClean Lake und an verschiedenen Explorationsprojekten in Kanada und Australien beteiligt. Insgesamt verfügt Denison über Reserven von 14,8 Millionen Pound Uranoxid. Durch den Zusammenschluss mit International Uranium, die Fusion wurde erst vor wenigen Wochen offiziell, wird ein neuer Globalplayer im Urangeschäft entstehen. Denison Mines wird dadurch Zugriff auf die einzige derzeit in den USA arbeitende Uranmühle, in der das geförderte Uranoxid verarbeitet werden kann, bekommen. Diese steht im Bundesstaat Utah und weist eine jährliche Verarbeitungskapazität von acht Millionen Pound Uranoxid auf.

Auf den Urantrend setzen

Anleger, die den Urantrend „spielen“, setzen, wenn sie spekulativ eingestellt sind, auf Denison Mines. Konservativere Naturen kaufen das Uranzertifikat von Merrill Lynch, das sich auf einen Korb bestehend aus zehn Aktien bezieht.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 44/2006.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV