Aurora Cannabis
- Michel Doepke - Redakteur

Aurora Cannabis: Alles halb so wild

Aurora Cannabis hat die Bedingungen der angekündigten Wandelanleihe festgezurrt. Die Papiere mit einer Laufzeit bis Ende Februar 2024 können zu 7,23 Dollar gewandelt werden – gemessen an der ersten Kursreaktion auf die Ankündigung der Kapitalmaßnahme rechneten Anleger offenbar mit einem niedrigeren Wandlungspreis. Dieser ist nun vom Tisch, die Aurora-Cannabis-Aktie sollte im Laufe der Woche wieder den Weg nach oben einschlagen. Denn die Aussichten bleiben für die Top-Player im Sektor glänzend.

Frisches Kapital für die Expansion

Insgesamt begibt Aurora Cannabis Wandelanleihen im Gegenwert von 300 Millionen Dollar mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent. Erstkäufern räumt das Unternehmen eine Mehrzuteilungsoption ein, sodass sich die Ausgabe auf maximal 345 Millionen Dollar erhöhen kann.

Aurora Cannabis, eines der führenden Unternehmen im noch jungen, aber spannenden Cannabis-Sektor, will das Kapital zur Fortsetzung des Expansionskurses nutzen. Die Kanadier setzen auf eine Buy-and-Build-Strategie und treten regelmäßig als Aufkäufer von interessanten kleineren Cannabis-Gesellschaften in Erscheinung. Vor kurzem fädelte das Management rund um CEO Terry Booth mit der Übernahme von Whistler Medical Marijuana einen weiteren spannenden Deal ein.

Bei Schwäche zugreifen

Anleger sollten sich von der Kapitalmaßnahme nicht verunsichern lassen. Denn Aurora Cannabis befindet sich in einer Position der Stärke, um von einer anhaltenden Legalisierungswelle von Cannabis zu profitieren. Ohnehin ist das Unternehmen reif für einen "Big Deal" – Canopy Growth und die Cronos Group haben bereits Begehrlichkeiten bei Constellation Brands beziehungsweise Altria geweckt. Bei Kursschwäche bleibt Aurora Cannabis ein Langfrist-Kauf.

 

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