Augusta Technologie
- Jochen Kauper - Redakteur

Augusta: Keine Stücke aus der Hand geben – Analysten sehen Potenzial

Die niederländische TKH Group will die Augusta AG kaufen. Das Übernahmeangebot beträgt 21,00 Euro je Aktie. DER AKTIONÄR hält das Angebot für zu niedrig. Und auch die Analysten wagen sich langsam aus der Deckung.

Augusta-Vorstand Amnon Harman ist von den Synergieeffekten überzeugt. Auch hätte „sein" Unternehmen mit der niederländische TKH Group an der Seite vor allem im Bereich Vision hervorragende Möglichkeiten. Und dennoch: das Übernahmeangebot der TKH Group an die Augusta-Aktionäre stößt nicht bei allen Anteilseignern auf Gegenliebe.

Objekt der Begierde

Die TKH Group strebt mit ihrem Angebot eine Mindestannahmequote von 75 Prozent der ausstehenden Augusta-Aktien an. Mit mehreren Großaktionären haben die Niederländer bereist Andienungsangebote geschlossen. Dazu zählen unter anderem Lincoln Vale und der Investmentarm von Daniel Hopp. Dadurch wird TKH bald rund 30 Prozent der Augusta-Aktien halten.

Glänzend aufgestellt

Die Übernahme macht für die TKH Group sicherlich Sinn. Die Beteiligungsgesellschaft ist in die Bereiche Industrie und Telekom untergliedert. Auch hat TKH einige Unternehmen im Bereich der Bildverarbeitung im Portfolio. „TKH hatte uns anscheinend schon länger auf dem Radar. Die Niederländer sehen Synergien vor allem im Bereich Vision", so Augusta-Unternehmenssprecherin Stefanie Zimmermann gegenüber dem AKTIONÄR.

Nur 21,00 Euro?!

Nach dem Übernahmeangebot übersprang die Augusta-Aktie sofort die Schwelle von 21 Euro. "Dass die gute operative Entwicklung der AUGUSTA Technologie AG in den letzten Jahren, die fortgeschrittene Ausrichtung des Konzerns in Richtung Vision und natürlich die starke Bilanz Begehrlichkeiten weckt, ist nicht verwunderlich. Für die Aktionäre der Augusta ist das Angebot von 21,00 Euro jedoch in meinen Augen zu niedrig. Auf Grund der starken Marktpositionierung, der hohen Rentabilität und Cashflows sowie der günstigen Bewertung sind mittelfristig höhere Notierungen möglich. Mein Kursziel von 25,00 € hat unverändert Bestand. Daher sollten Aktionäre das Angebot zu diesen Konditionen meines Erachtens nicht annehmen", so Felix Gode von GBC Research. Gode befindet sich in guter Gesellschaft. Auch Analyst Andreas Wolf von Warburg Research hält das Angebot der TKH Group für zu niedrig. Wolf sieht ein Kursziel für Augusta von 24,50 Euro. Dazu gesellen sich am heutigen Mittwoch noch die Experten von Equinet. Letztere sehen die Augusta-Aktie sogar erst bei 28,00 Euro fair bewertet.

Halten

Auch DER AKTIONÄR bewertet das Angebot der TKH mit 21,00 Euro je Aktie als zu niedrig. Anleger, die der Empfehlung in der aktuellen AKTIONÄR-Ausgabe 15/12 gefolgt sind, sollten vorerst kein Stück aus der Hand geben. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner positiven Einschätzung und einem Kursziel von 24,50 Euro.

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