Theolia
- DER AKTIONÄR

Auftrieb vom Himmel

Einen aggressiven Expansionskurs schlägt der Windparkbetreiber Theolia ein. Gemeinsam mit General Electric (GE) bereitet derzeit Vorstandschef Jean-Marie Santander den Einstieg in Nordamerika vor. Bislang fokussierte sich der Windparkbetreiber auf den französischen und deutschen Markt. GE Energy Financial Services verkauft seine deutschen Windparks im Tausch gegen 5,25 Millionen neue Theolia-Aktien.

Der französische Betreiber von Windparks holte mit General Electric einen starken Partner an Bord. Gemeinsam wollen sie jetzt Europa und die USA aufrollen.

Einen aggressiven Expansionskurs schlägt der Windparkbetreiber Theolia ein. Gemeinsam mit General Electric (GE) bereitet derzeit Vorstandschef Jean-Marie Santander den Einstieg in Nordamerika vor. Bislang fokussierte sich der Windparkbetreiber auf den französischen und deutschen Markt.

Der GE-Deal im Detail

GE Energy Financial Services verkauft seine deutschen Windparks im Tausch gegen 5,25 Millionen neue Theolia-Aktien. General Electric hatte 66 Repowerund 44 eigene Turbinen an verschiedenen Standorten betrieben. Ferner transferiert der amerikanische Gigant 20 Millionen Euro und erhält als Gegenleistung 1,212 Millionen neue Anteile sowie drei Millionen Optionsscheine. Summa summarum kommt der weltgrößte Mischkonzern auf einen Kapitalanteil von bis zu 22 Prozent und wird damit größter Theolia-Aktionär.

Vorteile in Hülle und Fülle

Für die Franzosen ist die Allianz ein Riesenschritt: Sie können auf die Finanzierungskraft des US-Partners zurückgreifen und dessen Turbinen beziehen. Ohne die zufließenden Barmittel und die Expertise hätte Santander in Nordamerika kaum Fuß fassen können. DER AKTIONÄR rechnet in Kürze mit Neuigkeiten aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Im Heimatmarkt hat Theolia 1.151 Megawatt in der Pipeline, wobei sich dieses Volumen in unterschiedlichen, zum Teil sehr frühen Stadien befindet: 25 Megawatt sind erst im Betrieb. In Deutschland haben sich die Franzosen den Konkurrenten Natenco (Stuttgart), einen Spezialisten für den Bau und Verkauf von Windparks, einverleibt: 53 Megawatt sind hier in Betrieb, 164 Megawatt verwaltet Natenco im Auftrag von Dritten. Für das Management der Parks kassieren die Stuttgarter eine Gebühr von fünf Prozent des Stromumsatzes. Zusätzlich stößt der Ökoenergiekonzern Projekte auf der Iberischen Halbinsel, in Zentral-, Osteuropa, Griechenland, Indien und Brasilien an, 3.000 Megawatt sind in der Planung. Santander beabsichtigt – um das weitere Wachstum finanzieren zu können – die Hälfte der Anlagen zu behalten. Die andere Hälfte möchte er an Investoren verkaufen. Im laufenden Jahr sollten 250 Millionen Euro Umsatz zusammenkommen, im Folgejahr sind gut 340 Millionen Euro möglich.

Aktie steht unter Strom

Der Deal mit GE verspricht glänzende Wachstumsperspektiven bei Theolia. Erste Erfolgsmeldungen dürften den Aktienkurs erneut unter Strom setzen. In Anbetracht dessen ist das 2008er-KGV von 21 durchaus vertretbar.

Kursziel bei Theolia: 39,00 Euro. Stopp: 23,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 21/2007.

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