Cephalon
- DER AKTIONÄR

Aufgepasst!

Um mehr als 18 Prozent hat die Aktie des US-Biotech-Konzerns Cephalon seit Mitte August zugelegt. Hauptgrund: Nach der Pleite bei der Zulassung des Cephalon-Medikamentes Sparlon (gegen Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern), hofften die Anleger bei dem Schmerzmittel Fentora auf ein positives Votum der US-Gesundheitsbehörde. Und tatsächlich gab es Ende September grünes Licht für das Präparat.

Die Börse feiert die Zulassung des von Cephalon entwickelten Schmerzmittels Fentora. Doch ob das Mittel ein finanzieller Erfolg für das Unternehmen wird, muss sich erst noch zeigen.

Um mehr als 18 Prozent hat die Aktie des US-Biotech-Konzerns Cephalon seit Mitte August zugelegt. Hauptgrund: Nach der Pleite bei der Zulassung des Cephalon-Medikamentes Sparlon (gegen Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern), hofften die Anleger bei dem Schmerzmittel Fentora auf ein positives Votum der US-Gesundheitsbehörde. Und nachdem diese im Juni eine Zulassung von Fentora noch abgelehnt hatte, gab es Ende September – auf der Grundlage neuer Studiendaten – dann doch noch grünes Licht. Die Vermarktungserlaubnis für Fentora könnte für Cephalon aus finanzieller Hinsicht eminent wichtig sein. Denn das Mittel soll perspektivisch den Top-Seller Aqtiq ablösen, für den vor kurzem der Patentschutz abgelaufen ist.

Neuer Umsatztreiber?

Actiq wird vornehmlich zur Behandlung schwerer und plötzlich auftretender Schmerzzustände bei Krebspatienten eingesetzt, die auf die Therapie mit Opiaten nicht mehr ansprechen. Im ersten Halbjahr 2006 hat Cephalon mit dem Medikament rund 290 Millionen Dollar umgesetzt – damit machten die Aqtiq-Verkäufe mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes für die ersten sechs Monate aus. Doch mit dieser Herrlichkeit könnte es bald vorbei sein, denn der Patentschutz für das Präparat ist abgelaufen. Der Pharmakonzern Barr Laboratories hat vor kurzem bereits das erste Nachahmer-Medikament auf den Markt gebracht. Andere Firmen werden dem Beispiel folgen. Umso wichtiger ist es für Cephalon, nun so schnell wie möglich mit Fentora auf den Markt zu kommen und zügig eine gute Marktdurchdringung zu erreichen. Anderenfalls dürfte es bei den Zahlen – spätestens für das erste Quartal 2007 – eine unangenehme Überraschung geben. Erste Hinweise darauf, ob Cephalon mit Fentora eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben kann wie mit Aqtiq, dürften bereits die Zahlen für das laufende vierte Quartal liefern.

Aufmerksam verfolgen

Sollte Fentora einschlagen, hat die Aktie durchaus das Potenzial an das bisherige Jahreshoch heranzulaufen. Vom aktuellen Niveau entspräche dies einer Kurschance von 40 Prozent. Allerdings sollten Anleger stets die Verkäufe des neuen Schmerzmittels im Auge behalten. DER AKTIONÄR wird seine Leser in regelmäßigen Abständen über die Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 42/2006.

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