Yara International
- DER AKTIONÄR

Auf fruchtbarem Boden

Derzeit leben rund 6,5 Milliarden Menschen auf der Erde – bis zum Jahr 2025 werden es rund acht Milliarden sein. Für die Landwirtschaft stellt dieser Umstand eine enorme Herausforderung dar, schließlich brauchen alle etwas zu essen. Neben der Wasserknappheit - DER AKTIONÄR hat in Ausgabe 21/07 einige aussichtsreiche Aktien vorgestellt - bereitet die unterschiedliche Fruchtbarkeit der Böden Grund zur Sorge.

Mit unterschiedlichsten Düngemitteln hat sich Yara weltweit einen Namen gemacht. Die Norweger haben aber weit mehr Kurstreiber in der Pipeline.

Derzeit leben rund 6,5 Milliarden Menschen auf der Erde – bis zum Jahr 2025 werden es rund acht Milliarden sein. Für die Landwirtschaft stellt dieser Umstand eine enorme Herausforderung dar, schließlich brauchen alle etwas zu essen. Neben der Wasserknappheit - DER AKTIONÄR hat in Ausgabe 21/07 einige aussichtsreiche Aktien vorgestellt - bereitet die unterschiedliche Fruchtbarkeit der Böden Grund zur Sorge. Zudem werden immer mehr Anbauflächen für Bioenergiepflanzen benötigt. Landwirte sind also künftig gezwungen, auch kärgere Ackerflächen zu bewirtschaften. Ein Weg, diese Böden fruchtbarer zu machen, führt über Mineraldünger. Damit wird der Ernteertrag wesentlich gesteigert, bei Getreide beispielsweise um mehr als 350 Prozent. Nicht ganz so fulminant, aber immer noch beeindruckend laufen die Geschäfte beim Düngemittelproduzenten Yara International.

Gemeinsam stark

Rund sechs Prozent der weltweit verbrauchten Düngemittel kommen von Yara. Daneben vertreiben die Norweger auch Koppelprodukte wie technische Gase oder Stickstofferzeugnisse. Besondere Aufmerksamkeit genießt die Forschung um Ammoniak: Yara hat ein Verfahren entwickelt, bei dem die Zugabe von Ammoniak in den Abgasstrom von Verbrennungsvorgängen den Stickoxid- sowie den Rußpartikelausstoß um bis zu 90 Prozent reduziert. Marktbeobachter sehen in der Technik für Nutzfahrzeuge und die Industrie bereits einen Milliardenmarkt.

Auf Wachstumskurs

Im Jahr 2006 hat Yara rund 47 Milliarden Kronen umgesetzt – bis 2008 dürften es etwa 56 Milliarden sein. Da das Ziel aber rein organisch kaum zu bewerkstelligen ist, sind die Norweger ständig auf Brautschau: Im dritten Quartal soll ein Joint Venture mit dem US-Industriegashersteller Praxair das Geschäft aufnehmen, danach folgen Kooperationen mit Düngemittelherstellern in Lybien sowie Indien. Jüngst wurden 30 Prozent des finnischen Konkurrenten Growhow gekauft – die komplette Übernahme steht kurz bevor. Dadurch erhält Yara Zugang zu Westeuropas einziger Phosphormine. Das starke Wachstum hat jedoch seinen Preis: Der Gewinn dürfte sich bis 2008 nur geringfügig verbessern. Dennoch liegt das KGV dann immer noch bei günstigen 12.

Bodenständig

Das Papier von Yara zählt zweifelsohne zu den bodenständigen Investments. Dennoch fehlt es dem Düngemittelhersteller durch den großen Übernahmehunger und den jungen Bereich der Abgasreinigung nicht an Schwung. Mit einem 2008er-KGV von 12 dürfte die Aktie ein optimaler Depot-Dünger sein und für ausreichend Wachstum sorgen.

Kursziel bei Yara: 30,00 Euro. Stopp: 16,80 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 26/2007.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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