IMMOEAST AG INH.
- DER AKTIONÄR

Auf Einkaufstour in Osteuropa

Mit dem Wirtschaftsaufschwung in Zentral- und Osteuropa geht eine drastisch steigende Nachfrage nach Immobilien in diesen Regionen einher. Dieser Trend wird sich Expertenprognosen zufolge in den nächsten Jahren fortsetzen und vor allem in guten Lagen die Kaufpreise und Mieten deutlich nach oben treiben. Für die Immoeast AG sind dies prächtige Aussichten.

Immoeast war 2006 der größte Immobilieninvestor in Zentral- und Osteuropa. Auch künftig dürfte das so bleiben, denn das Unternehmen verfügt über viel Cash für weitere Zukäufe.

Mit dem Wirtschaftsaufschwung in Zentral- und Osteuropa geht eine drastisch steigende Nachfrage nach Immobilien in diesen Regionen einher. Dieser Trend wird sich Expertenprognosen zufolge in den nächsten Jahren fortsetzen und vor allem in guten Lagen die Kaufpreise und Mieten deutlich nach oben treiben. Für die Immoeast AG sind dies prächtige Aussichten.

Polen im Fokus

Die Immofinanz-Tochtergesellschaft investiert in allen wichtigen osteuropäischen Staaten in Büros, Logistikimmobilien, Einkaufszentren und Wohnungen. Durch diese Diversifikation verringert das Unternehmen die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Sektoren. Das Immoeast-Portfolio umfasst derzeit mehr als 350 Objekte, wovon sich etwa 20 Prozent in Polen befinden: Das Land bietet gute Perspektiven, denn das Bruttoinlandsprodukt wächst um fünf bis sechs Prozent pro Jahr. Daraus resultiert eine steigende Nachfrage nach Wohnimmobilien und erhebliches Wachstumspotenzial für Shopping-Malls.

Stattliche Investitionspipeline

Um weiter expandieren zu können, hat Immoeast im Mai im Rahmen einer Kapitalerhöhung 2,84 Milliarden Euro eingesammelt. Mit den frischen Mitteln soll bis April 2008 ein Investitionsprogramm mit einem Volumen von sechs Milliarden finanziert werden. Davon entfallen jedoch lediglich rund 1,5 Milliarden Euro auf bereits fertig gestellte und vermietete Immobilien. Der Löwenanteil von knapp vier Milliarden Euro fließt in Entwicklungsprojekte wie zum Beispiel den Bau eines 17-stöckigen Bürogebäudes im Zentrum Warschaus. Unter geographischen Aspekten bildet Rumänien den Schwerpunkt der Wachstumsstrategie. In dem jungen EU-Staat lassen sich mit Büroflächen noch weitaus höhere Renditen erzielen als in den Ländern, die bereits 2004 der EU beigetreten sind. Dass der Büro-Boom in Rumänien in vollem Gange ist, wird am Beispiel der Hauptstadt Bukarest deutlich: Dort werden dieses Jahr 320.000 Quadratmeter Büroflächen errichtet – so viel wie nie zuvor.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2007/08 (30.04.) will Immoeast den Verkehrswert des Portfolios (inklusive Entwicklungsprojekte) von derzeit rund neun Milliarden Euro auf etwa 13 Milliarden Euro steigern. DER AKTIONÄR erwartet aufgrund der Expansionspläne und des guten Marktumfelds mittel- bis langfristig einen deutlichen Anstieg des Net Asset Value, der Ende April vorläufigen Berechnungen zufolge bei 9,50 Euro je Aktie lag.

Attraktives Basisinvestment

Für Immoeast spricht neben der Fokussierung auf aussichtsreiche Regionen und Projekte auch das erfahrene Management sowie dessen umfangreiches Kontaktnetzwerk. Mit einem 2008/ 09er-KGV von 10 ist die Immoeast-Aktie ein attraktives Basisinvestment für langfristig orientierte Anleger.

Kursziel bei Immoeast: 13,50 Euro. Stopp: 8,80 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 29/2007.

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