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Auf die Autos, fertig, los!

<p>Der britische Versicherungskonzern Aviva st&auml;rkt sein Gesch&auml;ft mit einem milliardenschweren Zukauf. Das schafft Synergien und wird zu erheblichen Kosteneinsparungen f&uuml;hren. </p>

Der britische Versicherungskonzern Aviva stärkt sein Geschäft mit einem milliardenschweren Zukauf. Das schafft Synergien.

Von Anja Weingran

Immer mehr Versicherungskonzerne weiten ihr traditionelles Angebot aus und bieten neben der herkömmlichen Police auch weitere Dienstleistungen an. Eine beliebte Kombination: KFZ-Versicherungen und Pannenhilfe-Schutzbriefe. Auch der britische Versicherungskonzern Aviva will mit diesem Modell künftig Kasse machen und tätigt dafür eine milliardenschwere Übernahme.

Kostbare Übernahme

Das Objekt der Begierde ist der Royal Automobil Club (RAC), das britische Pendant zum deutschen ADAC. Ganze 1,1 Milliarden Britische Pfund - das sind umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro - lässt sich Aviva die Übernahme kosten. Angesichts des relativ hohen Kaufpreises scheint sich Aviva viel von der Transaktion zu versprechen. Immerhin zahlt der Versicherer rund 160 Britische Pfund pro RAC-Kunde. Als im vergangenen Jahr der größte Konkurrent von RAC, die Automobile Association, übernommen wurde, lag der Kaufpreis bei vergleichsweise bescheidenen 120 Britische Pfund je Mitglied. Aber schließlich kommt Aviva mit RAC in den Genuss von rund 2,2 Millionen neuen Mitgliedern und damit potenziellen Kunden für eine Autoversicherung. Derzeit haben davon erst knapp 13 Prozent eine Versicherungs-Police bei dem Pannenhelfer abgeschlossen. Für Aviva eine gute Gelegenheit in einem großen Teich zu fischen und damit sein KFZ-Versicherungsgeschäft - aktuell hält man einen 14-prozentigen Marktanteil - nochmals kräftig anzukurbeln. Darüber hinaus verspricht man sich von den neuen Kunden auch eine Belebung im Segment Lebens- und Sachversicherungspolicen.

Operatives Geschäft läuft

Aviva profitiert von der Übernahme aber auch auf andere Weise: Ab 2006 sollen dadurch jährlich Kosten von 80 Millionen Britische Pfund vor Steuern eingespart werden. Das sollte sich denn auch positiv auf das künftige Zahlenwerk des Konzerns auswirken. Im Geschäftsjahr 2004 steigerte Aviva seinen operativen Gewinn um 25 Prozent auf 2,34 Milliarden Britische Pfund und übertraf damit die Markterwartungen, die bei einem durchschnittlichem Wert von 2,25 Milliarden Britische Pfund lagen.

Noch ist sie günstig

Da viele Ölquellen bereits versiegt sind, müssen die Konzerne investieren, um neue Vorkommen zu erschließen. Deswegen dürfte sich die Erfolgsstory von Dawson Geophysical fortsetzen. Anleger sollten kaufen, solange die Aktie noch so günstig bewertet ist.

Wachstumsstark im Rohstoffbereich

Aviva

 

ISIN GB0002162385
Kurs am 31.03.2005 9,35 €
Empfehlungskurs 9,80 €
Ziel 13,00 €
Stopp 9,80 €
KGV 05e 10
Chance/Risiko 4/3

 

Hinweis: Der Artikel ist in Ausgabe #13/05 von DER AKTIONÄR erschienen.

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