Santhera Pharma.
- DER AKTIONÄR

Auf der Zielgeraden

Der Börsenstart für die Schweizer Biotech-Firma Santhera verlief etwas holprig. Als das Unternehmen aus Liestal im November letzten Jahres auf dem Züricher Parkett debütierte, blieben die erhofften Zeichnungsgewinne aus. Doch Schützenhilfe gab es aber zwei Monate später von ungeahnter Stelle: Die Deutsche Bank stufte die Santhera-Aktie Anfang Februar 2007 als Kaufkandidaten ein und gab ein Kursziel von 175 Schweizer Franken aus – zum damaligen Zeitpunkt ein Kurspotenzial von über 200 Prozent.

Die kleine Biotech-Firma Santhera könnte 2008 groß rauskommen. Risikobereite Anleger gehen schon jetzt in Stellung.

Der Börsenstart für die Schweizer Biotech-Firma Santhera verlief etwas holprig. Als das Unternehmen aus Liestal im November letzten Jahres auf dem Züricher Parkett debütierte, blieben die erhofften Zeichnungsgewinne aus. Doch Schützenhilfe gab es aber zwei Monate später von ungeahnter Stelle: Die Deutsche Bank stufte die Santhera-Aktie Anfang Februar 2007 als Kaufkandidaten ein und gab ein Kursziel von 175 Schweizer Franken aus – zum damaligen Zeitpunkt ein Kurspotenzial von über 200 Prozent.

Entscheidende Phase

Mit ihrer optimistischen Prognose steht die Deutsche Bank nicht allein da. Auch die Analysten von Piper Jaffray und der WestLB sagen Santhera eine erfolgreiche Zukunft voraus. Die Fantasie der Experten wird dabei vor allem von einem potenziellen Medikament beflügelt: Idebenon. Die Arznei aus den Forschungslabors von Santhera ist nicht mehr allzu weit von der Zulassung entfernt. Sie befindet sich bereits in der dritten und entscheidenden Phase klinischer Tests zur Behandlung der so genannten Friedreich Ataxie (siehe Kasten). Die bislang unheilbare Erbkrankheit verursacht zum Beispiel Verkrümmungen der Wirbelsäule, Missbildungen der Beine und Erkrankungen des Herzmuskels. Ab Ende 2008 könnte Idebenon Abhilfe schaffen. Und damit ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant. Möglich machen dies sehr gute Daten aus den bisherigen Studien, die es den Zulassungsbehörden erlaubten, Santhera ein vereinfachtes Verfahren für die Phase-III-Tests zu gewähren.

Weitere Kandidaten

Idebenon wird derzeit auch auf seine Eignung zur Therapie anderer Krankheiten geprüft. Eine Zulassung für weitere Gebiete würde das Marktpotenzial entsprechend erhöhen. Darüber hinaus hat das Unternehmen vier weitere experimentelle Wirkstoffe in der Pipeline, die gegen Krankheiten wie Muskelschwund oder Diabetes eingesetzt werden sollen. Die Entwicklung der Produktkandidaten aus eigener Kraft ist für die kommenden Jahre gesichert. Bei einer Cash-Burn-Rate von umgerechnet etwa 18 Millionen Euro verfügt Santhera über liquide Mittel von 76 Millionen Euro.

Einstiegsniveau

Eine Zulassung von Idebenon im nächsten Jahr könnte den Durchbruch für die Biotech-Firma bedeuten. Der Aktienkurs ist mittlerweile wieder auf ein attraktives Niveau zurückgekommen. Risikobereite Anleger steigen mit einer kleinen Position ein.

Kursziel bei Santhera: 17,00 Euro. Stopp: 6,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 19/2007.

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