K-SEA TRANSP. PART. L.P.
- DER AKTIONÄR

Auf der Erfolgswelle schippern

Auf den Transport von Öl in küstennahen Gewässern hat sich der Logistiker K-Sea spezialisiert. Mit 63 Tankern und 44 Schleppern bewegen die Amerikaner 3,4 Millionen Barrel – und sind damit Marktführer. Ein rentables Geschäft: Im Zeitraum Juli bis Dezember stieg der Umsatz von 82,4 Millionen auf 106 Millionen Dollar. Ein Zuwachs um 28 Prozent. Der Nettogewinn verfünffachte sich von 1,6 Millionen auf acht Millionen Dollar.

Die meisten Ölpipelines in Nordamerika sind voll ausgelastet. Davon profitiert ein Expansionshungriges Schifffahrtsunternehmen. Großkunden wie BP stehen Schlange.

Auf den Transport von Öl in küstennahen Gewässern hat sich der Logistiker K-Sea spezialisiert. Mit 63 Tankern und 44 Schleppern bewegen die Amerikaner 3,4 Millionen Barrel – und sind damit Marktführer. Ein rentables Geschäft: Im Zeitraum Juli bis Dezember stieg der Umsatz von 82,4 Millionen auf 106 Millionen Dollar. Ein Zuwachs um 28 Prozent. Der Nettogewinn verfünffachte sich von 1,6 Millionen auf acht Millionen Dollar.

Blue-Chip-Kunden

Vorstandschef Timothy J. Casey baute durch clevere Übernahmen und organisches Wachstum ein Imperium auf, an dem selbst die Großen der Branche nicht mehr vorbeikommen. Für BP ist K-Sea seit 33 Jahren tätig. Darüber hinaus zählen ChevronTexaco, Con Edison, ConocoPhillips und ExxonMobil seit mehr als einem Jahrzehnt zum Kundenkreis. Die Ölriesen überlassen zunehmend Spezialisten wie K-Sea den Transport, weil ihre Pipelinekapazitäten ausgelastet sind.

Acht neue Tanker

Der in New Jersey ansässige Konzern fokussiert sich auf die Ost- und Westküste sowie Alaska und den Golf von Mexiko. Seit 1999 verdreifachte Steuermann Casey die Kapazität. Abermals sind acht neue Tanker bestellt, die im Laufe des Jahres 2008 beziehungsweise 2009 ausgeliefert werden. Dadurch steigt die Kapazität um 13 Prozent beziehungsweise um 450.000 Barrel. Gegenüber kleineren Konkurrenten hat die Crew von K-Sea zwei Trümpfe in der Hand: Zum einen werden mittlerweile 75 bis 80 Prozent der Lieferungen „doppelwandig“ abgewickelt, die Flotte ist also modern und zuverlässig. Zum anderen kann das Geschäft dank überwiegend langjähriger Verträge als krisensicher eingestuft werden. Auf einer Investorenkonferenz in New York stellte die Führungsspitze zudem weitere Zukäufe in Aussicht. Die Bilanz steht mit einer Eigenkapitalquote von rund 50 Prozent auf einem soliden Fundament. Durch den stetigen Ausbau der Flotte kommen zudem immer stärker Skaleneffekte zum Tragen.

Hohe Kapitalzuflüsse

Betrug das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2004 noch 32,5 Millionen Dollar, dürften im laufenden Turnus wohl circa 65 Millionen Dollar herausspringen. Im Geschäftsjahr 2006/07 (30. Juni) sollten 230 Millionen Dollar Umsatz zusammenkommen – nach 183 Millionen im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie dürfte von 1,31 auf 1,65 Dollar klettern. Seit dem Börsengang im Januar 2004 verdoppelte sich der Kurs. Der positive Wachstumstrend und die namhaften Großkunden eröffnen aber weiteres Kurspotenzial. Aktienorders sollten in den USA erteilt werden, hierzulande ist der Markt sehr illiquide.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 10/2007.

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