AVES ONE
- Michael Schröder - Redakteur

Attraktive Bewertung: Aves One bleibt auf Turnaround-Kurs

Aves One befindet sich auf Kurs. Der aktive Bestandshalter für Logistik-Equipment hat erste Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Ende April gibt es mehr Details. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot bei dem Nebenwert weiter auf eine erfolgreichen Turnaround im laufenden Jahr 2017.

Im Zuge der Erstellung des Konzern-Jahresabschlusses der Aves One AG für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 zeichnet sich nach vorläufigen Berechnungen (ungeprüft) ein operativer Gewinn (EBITDA) in einer Bandbreite von rund 15 Millionen bis 16 Millionen Euro ab. Das Ergebnis vor Steuern wird zwischen minus 4,5 Millionen und minus 5,5 Millionen Euro wie erwartet noch negativ ausfallen, zeigt aber gegenüber dem Vorsteuerergebnis für das erste Halbjahr 2016 (minus 8,9 Millionen Euro) eine deutliche Verbesserung.

Zur Erinnerung: Die Hamburger agieren als aktiver Bestandshalter für Logistik-Equipment. Der Fokus der Investments liegt dabei auf Seecontainern (Container Equipment) und Bahnwaggons (Rail Equipment). Dazu kommen Investitionen in ehemalige Seecontainer, die als Lagerbehälter oder als Unterkunfts- oder Baustellencontainer eingesetzt werden und in ganze Fertigbaugaragen-Parks (Storage Parks). „Wir verfolgen ein aktives Asset- und Portfoliomanagement. Als Eigentümer treffen wir dabei letztendlich die Entscheidung, welche Assets wir übernehmen werden“, so Vorstand Jürgen Bauer Ende 2016 gegenüber dem AKTIONÄR. „Zudem bestimmen wir den Zeitpunkt des Ein- und des Ausstiegs und haben das Recht, aktiv in die Verwertung einzugreifen. Wir sind damit unabhängiger als ein klassischer Vermieter, der meist nicht ganz frei von Kundenzwängen ist.“

Obwohl der Geschäftsbereich Rail Equipment durch die Übernahme der ERR Rail Rent Vermietungs GmbH erst im vierten Quartal 2016 maßgebliche Relevanz im Konzern erreicht, steuerte dieser Geschäftsbereich zum Jahresergebnis einen operativen Gewinn bei, der sich nach vorläufigen Berechnungen zwischen fünf und sechs Millionen Euro bewegen wird. Zusammen mit den 3.881 Güterwagen des Güterwagen-Spezialisten ERR hatte die Gesellschaft im Vorjahr ihren Güterwagenbestand auf 4.212 Einheiten erhöht. Durch die gleichzeitige Übernahme der 33-Prozent-Beteiligung am Assetmanager ERR European Rail Rent GmbH deckt Aves One nun die komplette Wertschöpfungskette vom Eigentümer bis hin zur kaufmännischen und technischen Verwaltung der Güterwagen ab.

Endgültige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 werden Ende April 2017 veröffentlicht. DER AKTIONÄR erwartet für 2016 unter dem Strich Verluste. Viel wichtiger als der Blick zurück scheint bei Aves One aber der Ausblick. Da das vierte Quartal 2016 im Zeichen der Integration der ERR stand, konnten einige Projekte im Geschäftsjahr 2016 nicht mehr realisiert werden. Durch den ERR-Zukauf dürften Umsatz und EBITDA im laufenden Jahr aber spürbar anziehen. Am Ende sollte dabei der Turnaround gelingen. Bei Umsätzen von mehr als 75 Millionen Euro könnte ein Gewinn je Aktie von rund einem Euro zu Buche stehen. Daraus würde ein im Peer-Group-Vergleich günstiges KGV von 8 resultieren.

An der mittelfristigen Prognose hält das Management ebenfalls weiter fest. Durch die ERR-Transaktion (Volumen: 33,5 Millionen Euro) hat sich der Gesamtbestand der durch Aves One gemanagten Assets auf rund 430 Millionen Euro fast verdoppelt. Das Portfolio soll bis zum Jahr 2020 auf ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro erweitert werden.

Die Aves One AG haben nur die wenigsten Investoren auf der Agenda. Dabei hat dieser Nebenwert einiges zu bieten. Gelingt 2017 der Turnaround, sollte die Aktie wieder in Kursregionen zwischen 9,50 und 10,00 Euro vorstoßen können. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

 


 

Das kleine Buch der Börsenzyklen

Autor: Hirsch, Jeffrey A.
ISBN: 9783864703157
Seiten: 272
Erscheinungsdatum: 16.12.2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook verfügbar

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Präzise Vorhersagen, was die Börse zu einem bestimmten Zeitpunkt machen wird, sind unmöglich. Das weiß jeder. Das weiß jeder. Allerdings folgen die Märkte sehr wohl bestimmten Mustern. Beispielsweise zeigt die Geschichte, dass der beste 6-Monats-Zeitraum für Aktien von November bis April ist. Wer also im Oktober/November einsteigt und im April/Mai verkauft, kann sein Risiko deutlich reduzieren und sich über höhere Gewinne freuen. Was für Muster gibt es noch? Welche sind die wichtigsten und welche versprechen den meisten Erfolg? Darum geht es im kleinen Buch der Börsenzyklen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: