Axt
- DER AKTIONÄR

Ass im Ärmel

Zurück von den Toten: Die Aktien der kleinen US-Firma AXT haben nach einer mehr als vier Jahre andauernden Seitwärtsbewegung wieder Fahrt aufgenommen und notieren nun auf dem höchsten Stand seit August 2002.

Die US-Firma AXT hat turbulente Zeiten erlebt. Jetzt aber ist der Halbleiterspezialist bestens positioniert, um anzugreifen.

Zurück von den Toten: Die Aktien der kleinen US-Firma AXT haben nach einer mehr als vier Jahre andauernden Seitwärtsbewegung wieder Fahrt aufgenommen und notieren nun auf dem höchsten Stand seit August 2002.

Der Rohstoff-Kick

AXT entwickelt spezielle Hochleistungskomponenten, Substrate genannt, für die Halbleiterindustrie. Verbaut werden die fertigen Chips später in Glasfasernetzwerken, Handys oder auch in LEDs - allesamt Wachstumsbranchen par excellence. Zusätzlich produziert die Firma in Kooperation mit mehreren chinesischen Partnern in großem Umfang Rohstoffe wie Gallium und Germanium. Das ist insofern interessant, da Germanium in der Herstellung von Solarzellen als Ersatzstoff für Polysilizium genutzt werden kann und Polysilizium derzeit wegen der starken Nachfrage aus dem Solarsektor ein knappes und teures Gut ist. Kein Wunder, dass AXT-Chef Dr. Philip Yin seine Firma derzeit "zur richtigen Zeit am richtigen Ort" wähnt.

Probleme im Griff

AXT setzt bei der Produktion auf China und nutzt die niedrigen Fertigungskosten als Wettbewerbsvorteil. In der Vergangenheit machten Qualitätsmängel dem Unternehmen zu schaffen, aber diese Probleme hat Philip Yin genauso in den Griff bekommen wie die Konkurrenz: "Wer jetzt erst seine Kapazitä­ten ausbaut, liegt zwei Jahre hinter uns zurück", sagte Yin in einem Interview.

Fazit

Die Aktien von AXT sind mit einem 2008er-KGV von 28 kein Schnäppchen, dafür glänzt das Unternehmen mit beeindruckenden Wachstumsraten (siehe Grafik). Hält dieses Wachstum an, dann dürfte sich auch der Kursaufschwung fortsetzen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 43/2007.

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