Design Bau
- DER AKTIONÄR

Ass im Ärmel

Die Design-Bau-Aktie hinkte in den letzten Monaten der Konkurrenz deutlich hinterher. Kein Wunder, denn auf Basis der Halbjahreszahlen werden die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2006/07 (28.02.), die Ende Mai präsentiert werden, unter den Erwartungen zum Börsengang ausfallen. Dies lag nach eigener Darstellung daran, dass der Vorstand sich stark auf den Einkauf von Grundstücksflächen fokussierte und den Vertrieb neu organisierte.

Die Design Bau AG hat seit dem Börsengang vor eineinhalb Jahren nicht überzeugen können. Das Unternehmen hat jedoch ein Ass im Ärmel, das demnächst ausgespielt werden soll.

Die Design-Bau-Aktie hinkte in den letzten Monaten der Konkurrenz deutlich hinterher. Kein Wunder, denn auf Basis der Halbjahreszahlen werden die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2006/07 (28.02.), die Ende Mai präsentiert werden, unter den Erwartungen zum Börsengang ausfallen. Dies lag nach eigener Darstellung daran, dass der Vorstand sich stark auf den Einkauf von Grundstücksflächen fokussierte und den Vertrieb neu organisierte.

Großprojekt Hamburg-Winterhude

Eines der wichtigsten Themen im abgelaufenen Jahr war das Großprojekt Hamburg-Winterhude. Im Oktober erwarb Design Bau 80.000 qm Grund, auf dem circa 70.000 qm Wohnfläche (Geschosswohnungen) und weitere 14.000 qm Gewerbefläche entstehen sollen. Zwar ist bis heute der erste Bauantrag noch nicht eingereicht – der Erschließungsvertrag befindet sich in den Endzügen –, doch schlummert hier für Design Bau und den Bau-Verein zu Hamburg, die sich das Projekt fifty-fifty teilen, ein enormes Umsatz- und Gewinnpotenzial. Nach Berechnungen von SES Research könnten die Kooperationspartner in den nächsten drei Jahren zusammen Erlöse von bis zu 227 Millionen Euro und ein EBIT von bis zu 40 Millionen Euro realisieren, also 20 Millionen Euro für jeden. Dies wären fast dreimal so viel, wie die Design Bau AG 2007/08 im Kerngeschäft vor Zinsen und Steuern verdienen dürfte.

500 Einheiten geplant

Im Kerngeschäft, dem Verkauf von Grundstücken und Ausbauhäusern, rechnet das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr mit dem Verkauf von 500 Einheiten, was einem zu erwartenden Umsatz von etwa 50 Millionen Euro entspricht. Die EBIT-Marge dürfte im Bereich von 15 Prozent liegen, das Nettoergebnis bei rund 4,5 Millionen Euro. Ohne Hamburg-Winterhude wird Design Bau also gerade einmal mit einem KGV von 11 bewertet. Die Marktkapitalisierung von derzeit 47,0 Millionen Euro liegt sogar unterhalb dem Marktwert der in der Bilanz stehenden Grundstücke, der sich auf etwa 50 Millionen Euro beläuft. Nicht unerwähnt bleiben sollte die zweiprozentige Beteiligung von Vertriebspartner Alt & Kelber an der Design Bau zu einem Kurs von zehn Euro pro Aktie. Die Vertriebskünstler dürften alles daran setzen, so viele Design-Bau-Häuser und Grundstücke wie möglich zu verkaufen, um so den Wert ihres Anteils zu steigern. Gleichzeitig untermauert Alt & Kelber damit die Kooperation der beiden Gesellschaften.

Mögliches Kursfeuerwerk

Allein das Kerngeschäft rechtfertigt eine höhere Bewertung der Design-Bau-Aktie. Richtig Charme verleiht dem Titel allerdings das Projekt in Hamburg-Winterhude. Verläuft alles plangemäß, steht Design Bau vor einem enormen Gewinnsprung und die Aktie vor einem Kursfeuerwerk. Anleger sollten jetzt eine erste Position aufbauen. Risikofreudigere Anleger setzen auf das Knock-Out-Zertifikat von Merrill Lynch (WKN ML0 BJA), das einen Hebel von knapp 2 aufweist.

Kursziel bei Design Bau: 15,00 Euro. Stopp: 6,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 17/2007.

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