SAP
- Thomas Bergmann - Redakteur

Ariva Ariba: SAP vor Allzeithoch!

Der Walldorfer Softwarekonzern hat ein sehr solides drittes Quartal abgeliefert. Der Umsatz lag über den Erwartungen der Analysten, wobei sich speziell die Lizenzumsätze sehr positiv entwickelt haben. Auch das neue Zugpferd "Hana" trägt zum Erfolg bei.

Europas größter Softwarehersteller SAP hat nicht nur ein gutes Quartal präsentiert, sondern auch den Ausblick präzisiert. Wegen der Übernahme der Online-Plattform für IT-Einkauf, Ariba, will das im DAX notierte Unternehmen den Umsatz mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (SSRS) um 10,5 bis 12,5 Prozent steigern. Der Bericht dürfte gut ankommen bei den Anlegern.

Gewinn wie gehabt

SAP hatte ohne Ariba im Bereich der SSRS-Umsätze ein Plus zwischen zehn und zwölf Prozent erwartet. Mit Ariba wolle der Konzern am oberen Ende der angepassten Spanne herauskommen. Beim bereinigten Betriebsgewinn bleibt SAP bei der Prognose von 5,05 bis 5,25 Milliarden Euro nach 4,71 Milliarden Euro vor einem Jahr. Einige Analysten hatten eine deutliche Anhebung der Jahresziele erwartet.

Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 3,41 Milliarden auf 3,97 Milliarden Euro. Analysten hatten nur mit 3,89 Milliarden Euro gerechnet. Diese Steigerung verdankt SAP zum Teil der Übernahme des Cloud-Spezialisten Successfactors, der Software über das Internet vertreibt. Auch die ultraschnelle Datenbank Hana verbuchte von einer geringen Basis aus sprunghafte Zuwächse.

SAP

Outperformer im DAX

Die SAP-Aktie hat am Dienstag auf Xetra die Unterstützung im Bereich von 53 Euro unterschritten. Die guten Zahlen kommen daher zur rechten Zeit, sodass eine Rückkehr über diese Linie durchaus wahrscheinlich ist. Zumindest sollte sich SAP in den nächsten Wochen besser als der Markt schlagen.

mit Material von dpa-AFX

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