Vivendi
von Werner Sperber - Redakteur

ArcelorMittal und Sky Deutschland im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Die Actien-Börse erwartet den großen Kursanstieg für die Aktie von ArcelorMittal erst noch. Platow Derivate betrachtet den Stimmungsverlauf bei den Anlegern für Sky Deutschland und stellt ein Zertifikat vor. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten der Actien-Börse loben den Vorstand von ArcelorMittal, welcher mutig und weitsichtig die Anleger mit einer Wandelanleihe um 3,5 Milliarden Euro gebeten habe. Damit solle die Verschuldung des Stahlkonzerns deutlich gesenkt werden. Zudem würde ArcelorMittal wahrscheinlich ThyssenKrupp zu einem Schnäppchenpreis von vielleicht 1,5 Milliarden Dollar das Stahlwerk im US-Staat Alabama oder für geschätzt 3,8 Milliarden Dollar das Werk in Alabama zuzüglich eines Werkes in Brasilien abkaufen. Damit würde "der Unternehmer" Lakshmi Mittal die ThyssenKrupp-"Manager mit Zeitverträgen" über den Tisch ziehen. Anlagen in Unternehmen aus der Industriemetall- und Stahlindustrie sind ein zyklisches Investment, die mit den aktuell sehr niedrigen Ausgangswerten von rund 25 Prozent eines Portfolios gewichtet werden sollten. Der Anlagezeitraum sollte vermutlich zwei bis drei Jahre betragen. Dafür haben solche Aktien mehr Kurspotenzial als klassische Standardwerte, die bereits schon Kursgewinne von 50 Prozent und mehr erreicht haben. Das Kursziel für die Aktie von ArcelorMittal beträgt 16 Euro und der Stoppkurs sollte bei 12,50 Euro gesetzt werden.


Platow Derivate: Achterbahn der Anlegergefühle    

Zunächst sind die Aktionäre von Sky Deutschland glücklich gewesen. Vorstandsvorsitzender Brian Sullivan erklärte, die Zahl der Abonnenten des Bezahlfernsehsenders ist im Jahr 2012 um zwölf Prozent auf 3,36 Millionen gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll im Jahr 2013 positiv werden und in den Folgejahren stark steigen. Der Mutterkonzern News Corp., der 54,5 Prozent der Aktien hält, garantiert die Umschuldung und die Bezahlung der rund 1,94 Milliarden Euro für die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga der Herren ab der Saison 2013/14 für vier Spielzeiten. Dann folgte die Ernüchterung mit den vorläufigen Zahlen für das Jahr 2012. Offenbar hat Sky Deutschland mehr Geld in das Programmangebot investieren müssen als erwartet. Das EBITDA von minus 48 bis minus 58 Millionen Euro enttäuschte. Die Einnahmen (brutto 91 Millionen Euro) aus der jüngsten Ausgabe von 20,4 Millionen neuen Aktien sind bereits für Investitionen in Programme sowie für Kundenwerbung verplant. Um dauerhaft einen Gewinn erwirtschaften zu können, müsse die Zahl der Abonnenten auf 3,4 Millionen gebracht werden. Die Experten von Platow Derivate gehen jedoch davon aus, dass Sullivan auf dem richtigen Weg ist. "Beobachter" würden schätzen, dass im Jahr 2014 auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich positiv wird. Zudem ist Rupert Murdoch, der Vorstandsvorsitzende von News Corp., ein potenter Macher im Hintergrund, der nicht so schnell die Geduld verliert. Der Kursanstieg der Aktie von Sky Deutschland muss daher noch nicht beendet sein, zumal die Notierung die wichtige Marke von vier Euro nachhaltig überwunden hat. Risikobereite Anleger sollten deshalb bis zu einem Kurs von 1,20 Euro das endlos laufende Bull-Zertifikat (WKN HV9 JFJ) der UniCredit-Tochterfirma HypoVereinsbank auf Sky Deutschland kaufen. Der Schein ist mit einem Basispreis bei 3,31 Euro, einer Totalverlust-Schwelle bei 3,62 Euro und einem Hebel von derzeit 3,7 ausgestattet. Der Stoppkurs sollte bei 0,90 Euro gesetzt werden.

Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:

Im Musterportfolio sind 2.150 Bear-Zertifikate (WKN HV7 0E2) auf die Axel Springer AG mit einem Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 2.400 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZD 3SV) auf das Paar EuroStoxx 50/DAX zu 1,11 Euro aufgenommen und bei 0,90 Euro abgesichert. Damit spekulieren sie auf eine bessere Wertentwicklung des EuroStoxx 50 im Vergleich zum DAX. Nun möchten sie noch 3.300 Put-Optionsscheine (WKN UU1 77V) auf Vivendi zu höchstens 0,45 Euro aufnehmen und den Stoppkurs bei 0,34 Euro setzen.

| Jochen Kauper | 0 Kommentare

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