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- DER AKTIONÄR

Apple unter Beschuss: Doch ein Trump-Verlierer?

Im Vorfeld der Wahl wurde viel über mögliche Verlierer und Profiteure von Donald Trump oder Hillary Clinton spekuliert. In erster Linie zählt Apple wegen potentieller Steuergeschenke Trumps zu den Gewinnern – doch aktuell überwiegen andere Sorgen.

Tech-Werte unter Druck

„Technologiewerte sitzen etwas zwischen den Stühlen“, so Art Hogan, Chef-Anlagestratege der Vermögensverwaltung Wunderlich. Dieser Sektor profitiere nicht von einem Konjunkturprogramm des neu gewählten Präsidenten Donald Trump. Zudem seien Tech-Titel in den USA trotz der Unsicherheiten stärker gelaufen als beispielsweise Werte aus der Finanzbranche.

Auch Mike Bailey von der FBB Vermögensberatung verweist auf mögliche Trump-Pläne, die auf den Aufbau von Handelsschranken zielen. Apple fertigt die iPhones in China – und wäre von möglichen Strafzöllen oder Handelseinschränkungen stark betroffen.

Die Anleger reagieren verschnupft auf die Trump-Pläne. Während der Dow Jones trotz der tief im Minus notierenden Apple-Aktie ein neues Allzeithoch markierte, brach der Technologieindex NASDAQ 100 zeitweise um über zwei Prozent ein. Zu den größten Verlierern zählten unter anderem Netflix und Amazon.

Sicherlich sind dies zutreffende Argumente. Trotzdem glaubt DER AKTIONÄR an einen positiven Wahl-Effekt. Steuererleichterungen durch Trump wären die Lösung für Apple. Denn rund 200 Milliarden Dollar lagern auf europäischen Konten. Bisher lehnte CEO Tim Cook aufgrund einer anfallenden Steuerbelastung in Höhe von 40 Prozent den Rückfluss des Kapitals in die USA ab. Trump könnte diese Steuer auf 10 Prozent reduzieren – Apple könnte somit rund 60 Milliarden Dollar sparen. Aktuell überwiegt jedoch die Sorge der Handelsschranken an den Börsen.

Chart angeschlagen

Durch die volatilen Handelstage und einer möglichen Benachteiligung durch die Trump-Wahl, schickten Anleger die Apple-Aktie auf Talfahrt. Zeitweise verloren die Papiere rund vier Prozent. Nun droht der seit Mai bestehende Aufwärtstrend zu brechen. Einen nächsten Halt bietet die 200-Tage-Linie bei 103,80 Dollar. Grundsätzlich befinden sich die Papiere auf Kaufniveau und bleiben ein Basisinvestment im Tech-Bereich.


 

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