Apple
- Florian Westermann - Redakteur

Apple und die 100-Milliarden-Dollar-Frage

Der iPhone-Hersteller Apple hortet inzwischen fast 100 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Am Nachmittag wird Konzernchef Tim Cook auf einer Telefonkonferenz bekannt geben, wie das Geld verwendet werden soll. Das Resultat ist noch völlig offen.

Der amerikanische iPhone-Hersteller Apple will am Nachmittag auf einer Telefonkonferenz mit Konzernchef Tim Cook bekannt geben, was mit den Barmitteln in Höhe von 97,6 Milliarden zum Abschluss des vergangenen Quartals geschehen soll.

Aktienrückkauf oder eine Dividende?

Völlig offen ist allerdings, wie Apple das Geld einsetzen wird. Die Aktionäre hoffen auf einen Aktienrückkauf oder eine Dividende. Apple hat seit Mitte der 90er Jahre keine Dividende mehr gezahlt. Der verstorbene Konzernchef Steve Jobs galt als vehementer Gegner.

Sollte sich Apple nun dazu entschließen, wieder eine Dividende an die Anteilseigner auszuzahlen, wäre eine Einmalzahlung oder eine jährliche Ausschüttung denkbar. Der Konzern verfügt über 932 Millionen Aktien. Im Falle einer Einmalzahlung könnte Apple so theoretisch knapp 105 Dollar pro Aktie ausschütten.

Die Apple-Aktie hat zuletzt kurzzeitig den Sprung über die Marke von 600 Dollar geschafft. Einen Aktiensplit halten Experten dennoch für unwahrscheinlich. Mit einer Marktkapitalisierung von 545 Milliarden Dollar ist Apple das wertvollste börsengelistete Unternehmen.

1.000 Dollar in Reichweite

Mit einem KGV von 12 für 2013 ist die Apple-Aktie angesichts des Wachstums, das trotz der unglaublichen Größe noch an den Tag gelegt wird, noch lange nicht zu teuer. Die Telefonkonferenz am Nachmittag könnte dem Titel neuen Schub verleihen. Kursschwächen sind daher als Kaufchance zu sehen. Abstauberlimits bei 550 Dollar bieten sich an.

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