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Apple startet schwach in wichtige Woche – Analyst sieht schwarz für iPhone-Absatz

Für die Apple-Aktie zeichnet sich vor US-Börsenstart am Montag ein schwächerer Auftakt ab. Erstmals überhaupt wird der Konzern am Dienstag sinkende iPhone-Verkäufe melden müssen. Nach Einschätzung von Ming-Chi Kuo von KGI Securities könnte sich die Flaute noch das ganze Jahr lang hinziehen.

Wenn Apple am morgigen Dienstag (26. April) nach US-Börsenschluss seine Quartalsbilanz präsentiert, wird Konzernchef Tim Cook wohl erstmals sinkende iPhone-Verkäufe melden – das hatte er bereits im Januar in Aussicht gestellt. Analysten erwarten nun, dass im zweiten Geschäftsquartal 51 Millionen iPhones verkauft wurden – 10 Millionen weniger als im Vorjahreszeitraum. Entsprechend groß dürften die Bremsspuren bei Gewinn und Umsatz ausfallen.

Trübe Aussichten

Und die Absatz-Flaute könnte anhalten: Im schlimmsten Fall verkaufe Apple im Jahr 2016 nur 190 Millionen iPhones und damit weniger als im Jahr 2014, so Analyst Kuo in einer am Wochenende vorgelegten Studie. Im Vergleich zum Vorjahr würde dies einem Rückgang von über 18 Prozent entsprechen. Im besten Fall liege die Zahl bei 205 Millionen Geräten, was immer noch einem Rückgang von fast 12 Prozent entsprechen und unter den Analystenschätzungen von 210 bis 230 Millionen Geräten liegen würde.

Zwar habe er seine Prognose für das kleinere iPhone SE von 12 Millionen verkauften Geräten auf 18 Millionen angehoben. Das neue Spitzenmodell iPhone 7, das im Herbst auf den Markt kommen soll, biete jedoch keine wesentlichen Kaufanreize, so der Analyst.

Kleiner Lichtblick: Sollte Apple tatsächlich die Facelift-Variante 7s ausfallen lassen und im kommenden Jahr ein technisch wie optisch völlig neues iPhone 8 auf den Markt bringen, prognostiziert Kuo dem Unternehmen ein hervorragendes Jahr 2017.

Hohes Rückschlagpotenzial

Meldungen, wonach Apple an der Drosselung der iPhone-Produktion festhält, hatten der Erholung der Aktie bereits in der Vorwoche einen Dämpfer verpasst und auch die Titel von Zulieferern wie Dialog Semiconductor unter Druck gebracht. Im Zuge der Q2-Zahlen drohen weitere Rückschläge. Entsprechend sollten Trader die Position nun schließen. Längerfristig orientierte Anleger beachten den Stoppkurs.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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