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- Marion Schlegel - Redakteurin

Apple auf Kauf-Tour in Deutschland: China-Fantasie beflügelt Aktie

Apple hat die deutsche Software-Firma Metaio gekauft, die darauf spezialisiert ist, Ansichten der realen Welt mit digitalen Informationen zu verknüpfen. Der iPhone-Konzern kommentierte Spekulationen über die Übernahme mit der üblichen Formulierung: "Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technologieunternehmen". Zuvor war im Internet am Donnerstag ein Register-Auszug aufgetaucht, in dem Apple als Metaio-Gesellschafter aufgeführt war. Metaio aus München ist ein führender Anbieter bei der sogenannten "Augmented Reality". Dabei werden zusätzliche Informationen zu Objekten auf dem Display eingeblendet, nachdem sie von der Kamera erfasst worden waren. Metaio setzte solche Projekte unter anderem für den Autobauer Ferrari und Ikea um.

Vor einem Jahr stellte das Startup auch die Idee vor, Touchscreen-Bedienung auf die reale Welt auszuweiten. Dafür soll eine Spezialkamera im Konzept die Wärme registrieren, die der Finger auf einem Gegenstand hinterlässt. Die Software kann daraus verschiedene Aktionen ableiten. Auch Apples Rivalen arbeiten an Konzepten für Augmented Reality. So stellte Microsoft vor Kurzem die Datenbrille HoloLense vor, mit der für einen Nutzer virtuelle Objekte eingeblendet werden können, die mit der realen Umgebung interagieren.

UBS vergibt Kaufempfehlung

Die Aktie von Apple hat zuletzt wieder Fahrt aufgenommen und befindet sich nur knapp unter dem erst Ende April bei 134,54 Dollar markierten Allzeithoch. Dass das Potenzial der Aktie damit aber keineswegs ausgereizt ist, sehen neben dem AKTIONÄR auch die Experten der Schweizer Großbank UBS so. Sie haben zuletzt ihr „Buy“-Votum mit einem Kursziel von 150 Dollar bekräftigt. Viele Investoren unterschätzten nach wie vor das Geschäftspotenzial von Apple in China, schrieb Analyst Steven Milunovich in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Seiner Einschätzung nach hat der US-Konzern gute Chancen, die jüngste Erfolgsserie im Reich der Mitte fortzusetzen. China sei ein wichtiger Wachstumstreiber für den Elektronikkonzern, denn die Zahl der Besserverdienenden steige deutlich. Das iPhone sei dort seit zwei Quartalen das meistverkaufte Smartphone und habe einen Marktanteil von 25 Prozent erreicht. Zudem achteten die chinesischen iPhone-Käufer weniger auf den Preis als die Konsumenten in anderen Ländern. Ferner sei die iPhone-Wechselquote mit durchschnittlich 19 Monaten relativ hoch. Dem starken Wachstum in China entspreche Apple mit dem Ausbau seiner Online-Präsenz sowie der geplanten Verdopplung der Apple-Shops bis Mitte 2016.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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